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Ein Schnelltestverfahren aus Jena kann den EHEC-Keim binnen zwei Stunden nachweisen.

EHEC-Schnelltest dauert zwei Stunden

Jena - Die Analytik Jena AG hat einen EHEC-Schnelltest für den mobilen Einsatz entwickelt. Er ermöglicht, binnen zwei Stunden zu sagen, ob der Erreger auf einem Nahrungsmittel vorkommt oder nicht.

“In Anbetracht des besonderen Ausmaßes der bestehenden EHEC-Epidemie ist es wichtig, dass möglichst schnell Gewissheit besteht, ob Lebensmittel kontaminiert sind“, sagte Analytik-Vorstandschef Klaus Berka der “Ostthüringer Zeitung“ (Samstagausgabe).

Ein Team von fünf Mitarbeitern habe den Schnelltest entwickelt. Das sei in nur 14 Tagen gelungen. Analytik kooperierte den Angaben zufolge mit zwei Instituten, die Positivmaterial zur Verfügung stellten, um den Test zu überprüfen. Laut Berka kann jedes molekulardiagnostische Labor den Schnelltest verwenden. Er taugt aber auch für den Vor-Ort-Einsatz.

Der Test basiert auf molekularanalytischen Verfahren. Mittels eines Wattetupfers wird die Probe von einem in Verdacht stehenden Lebensmittel genommen. Über die DNA erfolgt ein Abgleich mit den EHEC-Stämmen. Ein Teststreifen zeigt das Ergebnis an. Den Jenaern gelang es nach eigenen Angaben zudem, ein Verfahren zu finden, auch den hochpatogenen Erregertyp nachzuweisen, der gerade kursiert. Dieser lebensgefährliche Keim kann das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auslösen, das Blutzellen zerstört und die Nieren schädigt.

dapd

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