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Die Angeklagte war geständig.

60-Jährige gesteht

Ehefrau tötet und zerstückelt Rentner

Halle - Hinter der Geschichte einer 60-Jährigen Frau, die vor knapp viereinhalb Jahren ihren Ehemann getötet und die zerstückelte Leiche im Garten vergraben hat, steckt ein Familien-Drama.

Die Frau aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt ist wegen Totschlags angeklagt. Sie soll nach dessen Tod zudem jahrelang die Rente des früheren Bergmanns kassiert haben. Zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Halle sagte die 60-Jährige am Donnerstag, sie habe ihren damals 65 Jahre alten Mann im September 2009 mit einer Axt erschlagen und später zerteilt. Ihr Mann sei unter Alkoholeinfluss extrem gewalttätig gewesen, er habe jahrelang getrunken, sagte sie.

Während eines zweistündigen Geständnisses schilderte die fünffache Mutter die Tat bis ins Detail sowie Szenen aus 25 Jahren Ehe. Der 65-Jährige sei an jenem Abend betrunken nach Hause gekommen und habe sie sofort beim Öffnen der Wohnungstür mit der Faust geschlagen. Er habe eine Axt mitgebracht und sie damit bedroht.

Zwei Tage vorher habe sie ihm gesagt, dass sie ihn wegen seiner Trinkerei verlassen werde. Als er mit dem Beil in der Hand im Wohnzimmer gestürzt sei, habe sie nicht lange überlegt. „Ich habe das Beil genommen und mindestens sechs- bis siebenmal zugeschlagen“, sagte sie. Laut Anklage hatte die Frau dem Mann mit der Klinge der Axt mindestens acht wuchtige Schläge gegen Kopf und Körper versetzt.

In der Kleingartenanlage "Bergfrieden" in Sangerhausen fand man die Müllsäcke mit den Leichenteilen.

Zwei Tage später habe sie sich dazu entschlossen, die Leiche des Mannes im Wohnzimmer zu zerstückeln und die Teile in Müllsäcken im Garten zu verstecken, sagte die Angeklagte. Erst Jahre nach der Tat wurde der Fall aufgedeckt. Auslöser war eine Vermisstenanzeige einer Tochter der Familie vom März 2013. Bis dahin habe ihn niemand vermisst. Die Angeklagte sagte, sie habe der Familie und dem Umfeld erzählt, ihr Mann habe sie verlassen.

dpa

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