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Ein 36-jähriger Familienvater hat gestanden, seine schwangere Geliebte getötet zu haben.

Ehemann gesteht Tötung seiner schwangeren Geliebten

Mühlhausen - Unter Tränen hat ein verheirateter Mann vor dem Landgericht Mühlhausen gestanden, seine schwangere Geliebte getötet zu haben. Er wollte sein Doppelleben vertuschen.

Die 33-Jährige starb im Dezember 2010 auf einem Parkplatz in Niedersachswerfen (Thüringen). Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte mit der Tat sein Doppelleben vertuschen. Geschüttelt von Weinkrämpfen schilderte der 36-Jährige zum Prozessauftakt am Mittwoch den Streit und die Rangelei, in deren Folge er immer wieder auf die Frau einschlug und eintrat. “Dann lag sie am Boden und bewegte sich nicht mehr“, sagte der arbeitslose Maurer. Als er das viele Blut im Schnee gesehen habe, habe er den leblosen Körper an einen Fluss gezerrt und mit Zweigen zugedeckt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte neben seiner Ehefrau noch vier Geliebte hatte. Seine zum Tatzeitpunkt ebenfalls schwangere Ehefrau, mit der er bereits ein Kind hatte, soll von den Affären nichts gewusst haben. Mit dem späteren Opfer hatte er sich Weihnachten 2009 heimlich verlobt. Sie drängte ihn laut seiner Aussage, seine Frau zu verlassen. “Sie wollte immer Sachen, die ich nicht wollte“, beschrieb der Mann die außereheliche Beziehung.

Die 33-Jährige war im sechsten Monat mit einem Jungen schwanger. Ihre Leiche wurde einen Tag vor Heiligabend gefunden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus niederen Beweggründen und Schwangerschaftsabbruch vor.

dpa

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