Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest

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Resa Gul wurde nach der schrecklichen Tat zusammen mit ihrem Baby in ein Krankenhaus eingeliefert.

Entsetzen über "barbarische Tat"

Ehemann schneidet Afghanin die Nase ab

Kabul - Das Schicksal einer Afghanin, deren Ehemann ihr in einem Wutanfall die Nase abgeschnitten hat, sorgt landesweit für Entsetzen.

Ihr Mann habe ihr die Hände gefesselt und ihr die Nase abgeschnitten, berichtete die 20-jährige Resa Gul einem AFP-Reporter im Krankenhaus. "Er hat mich oft gequält", fügte die junge Frau mit schwacher Stimme hinzu, neben sich ihr einjähriges weinendes Baby.

Gul wurde als Jugendliche mit ihrem Mann zwangsverheiratet. Nach eigenen Angaben wurde sie regelmäßig von ihm misshandelt. Daraufhin sei sie zu ihren Eltern geflohen, die in einer von den radikalislamischen Taliban kontrollierten Gegend leben. Dort hätten die Aufständischen in einem Mediationsversuch ihren arbeitslosen Ehemann auf den Koran schwören lassen, dass er sie nicht mehr verletzen werde, berichtete Gul weiter. Doch kurz nachdem sie zu ihm zurückgekehrt sei, habe er ihr die Nase abgeschnitten. Der Mann soll in eine von den Taliban kontrollierte Gegend geflohen sein. Gul war am Sonntag ins Krankenhaus gebracht worden.

Das Foto von der entstellten jungen Frau löste einen Aufschrei der Empörung in sozialen Netzwerken aus. Menschenrechts-Aktivisten forderten am Dienstag eine harte Bestrafung für die "barbarische Tat". Solche "brutalen und barbarischen Taten" müssten streng geahndet werden, sagte die Menschenrechts-Aktivistin Alema in Kabul der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben örtlicher Behördenvertreter müsste Guls Gesicht mithilfe von plastischer Chirurgie wiederhergestellt werden. Dies sei jedoch im örtlichen Krankenhaus nicht möglich.

Human Rights Watch kritisiert "Grad der Straflosigkeit"

Der Fall aus der nordwestlichen Provinz Farjab lenkt einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die nach wie vor weit verbreitete Gewalt gegen Frauen in Afghanistan. Es gäbe solche Vorfälle nicht, wenn die Regierung in Kabul Angriffe auf Frauen hart bestrafen würde, kritisierte die Aktivistin Alema.

"Entsetzliche Fälle wie dieser gibt es allzu oft in Afghanistan", sagte Heather Barr von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch AFP. Der "Grad der Straflosigkeit" für Gewalt gegen Frauen ermutige manche Männer, "weiter so zu tun, als seien Frauen ihr Eigentum und Gewalt ihr Recht".

Im November war eine etwa 20 Jahre alte Frau in der zentralen Provinz Ghor wegen Ehebruchs gesteinigt worden. Auf einem Video der Hinrichtung war zu sehen, wie Männer Steine auf das in einem Erdloch sitzende Opfer werfen. Im März 2015 wurde eine Frau mitten in Kabul verprügelt und dann angezündet, weil ihr fälschlicherweise vorgeworfen worden war, sie habe einen Koran verbrannt.

afp

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