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Azurblau schimmert das Wasser des Partwitzer Sees. Foto: Patrick Pleul

Türkisblauer Badesee

Ein bisschen Karibik in der Lausitz

Herrlich türkisblaues Wasser. Nein, nicht Karibik - sondern Lausitz. Was ist der Grund für den Farb-Effekt in dem Tagebau-See?

Elsterheide (dpa) - An einem Badesee in der Lausitz reibt sich zurzeit so mancher die Augen. Türkisblaues Wasser - ein bisschen Karibik-Flair mitten in Deutschland.

Grund für die besondere Farbe des Partwitzer Sees sind Arbeiten des Bergbausanierers Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Die Wasserqualität soll durch die Zugabe von Kalkprodukten verbessert werden.

Der künstliche See, der auf der Landesgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg liegt, entstand in einer ehemaligen Braunkohlegrube, dem Tagebau Skado. Dieser war bereits zu DDR-Zeiten stillgelegt worden. Das Loch wurde mit den Jahren geflutet, der Partwitzer See hat heute eine Fläche von 1100 Hektar.

Seit einiger Zeit fährt ein Gewässerbehandlungsschiff auf einem Teil des Partwitzer Sees und bringt nach LMBV-Angaben Branntkalk, Kalkhydrat und Kalksteinmehl aus. Dadurch soll der ph-Wert verbessert werden.

Je nach Lichteinfall und Aussichtspunkt ist das türkisblaue Wasser besonders gut zu sehen. Laut LMBV vermuten Fachleute, dass der Farb-Effekt an bestimmten chemischen Verbindungen liegt, die durch die Zugabe von Kalk entstehen. Wenn sich dann später kleine Algen bilden, schlage die Farbe in das gewohnte dunklere Grünblau um.

In der Lausitz entsteht ein ganzes Seenland in ehemaligen Tagebaugebieten - insgesamt sollen es einmal mehr als 20 Gewässer mit insgesamt rund 14 000 Hektar Wasserfläche werden.

Infos zur Gewässerbehandlung der LMBV

LMBV-Infos zur Wasserbeschaffenheit von Tagebauseen

Infos zum Lausitzer Seenland

Infos des Tourismusverbands zum Partwitzer See

LMBV-Daten zum Partwitzer See

LMBV-Infos zum ehemaligen Tagebau Skado

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