Einbrecher wollten Pädophilen zur Strafe töten

Graz - Einbrecher gingen ihrem Job nach und stahlen Elektronikartikel, darunter einen Laptop. Darauf fanden Sie Kinderpornos und drohten dem Besitzer mit dem Tod. Doch sie schickten ihre Drohung an die falsche Person.

Wie für Einbrecher üblich, brachen sie im Juli 2010 in ein Haus in der Nähe von Graz in der Steiermark ein und erbeuteten Bargeld und Elektronikartikel im Wert von 50.000 Euro. Zu dem Diebesgut gehörten auch ein Laptop und Festplatten. Beim Durchstöbern der Speichermedien fanden die Diebe Kinderpornos, wie standard.at berichtet.

Es muss sich bei den Einbrechern um Profis gehandelt haben, denn ihnen kam sofort die nächste kriminelle Idee: Sie wollten den pädophilen Deutschen laut krone.at zur Strafe umbringen. Zuerst jedoch versuchten sie den Mann zu erpressen, weil sie davon ausgingen, dass der Deutsche, der an einer Universität arbeitet, in den Filmen zu sehen ist. Um 200.000 Euro wollten die Männer sich so bereichern. Sie planten den Mord: Der Mann sollte gefesselt werden. Dann wollten die Diebe sein Haus anzünden. Laut krone.at hatten sie sich auch für die Frau eine "Lösung" überlegt.

Die Einbrecher schickten eine SMS an eine Handynummer, die sie auf dem Laptop fanden. Dabei handelte es sich aber nicht um die Nummer des Mannes, sondern um das Handy seiner Frau. Diese stellte daraufhin den Mann zur Rede und zeigte ihn schließlich wegen der Kinderpornos an. Die Polizei konnte daraufhin zwei der drei Einbrecher recht schnell festnehmen, ein dritter möglicher Täter, der schon wegen Mordes eingesessen haben soll, wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei auf einem neuen Laptop des Bestohlenen erneut kinderpornografische Filme. Der Mann muss sich nun wegen des Besitzers der Kinderpornos vor Gericht verantworten.

ja

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Budapest - Nach dem schweren Unfall eines ungarischen Busses in Norditalien ermittelt die ungarische Polizei beim betroffenen ungarischen Reiseunternehmen.
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Tod im Feuer: Ungarische Schüler sterben auf der Autobahn
Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Brückenpfeiler und fängt sofort Feuer. Ein Schülerausflug endet auf grausame Weise, viele junge Menschen sterben. Medien …
Tod im Feuer: Ungarische Schüler sterben auf der Autobahn
Fahrer macht Pinkelpause - Mann kapert Tram in Wien
Wien - Ungewöhnliche Spritzfahrt in Wien: Während der Fahrer auf Pinkelpause war, hat ein Unbekannter eine Straßenbahn gekapert.
Fahrer macht Pinkelpause - Mann kapert Tram in Wien
Nach Gefängnisaufstand in Brasilien: Zwei abgetrennte Köpfe entdeckt
Natal - Nach einem neuerlichen Gefängnisaufstand im Nordosten Brasiliens haben Gerichtsmediziner in der Haftanstalt Überreste von mindestens zwei Leichen gefunden.
Nach Gefängnisaufstand in Brasilien: Zwei abgetrennte Köpfe entdeckt

Kommentare