+
Als die Einbrecher loslegten, ging die Alarmanlage los.

Einbruchsversuch in Berlin

Dieser Bohrer sollte Banktresor knacken

Berlin - Einbrecher haben in Berlin versucht, über einen Tunnel in den Tresorraum einer Bank einzudringen. Die Ganoven versuchten eine Wand zu durchbohren.

Mit einer riesigen Bohrmaschine haben Ganoven erneut einen unterirdischen Einbruch in einer Berliner Bank versucht. Die Täter bohrten von einem Keller neben der Filiale im Norden der Stadt ein rund 50 Zentimeter großes Loch. Dabei lösten sie am Sonntagabend jedoch einen Alarm aus und flüchteten, bevor sie ihre Arbeit beenden konnten.

Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit dem spektakulären Coup vom Januar gibt. In Berlin-Steglitz hatten Unbekannte damals einen 45 Meter langer Tunnel gebohrt und Hunderte Schließfächer ausgeräumt.

An den Einbruchsversuch erinnerte am Montag noch die Bohrmaschine. Der Diamantbohrkopf mit einem halben Meter Durchmesser steckte noch in der Wand. Bei dem neuen Fall im Stadtteil Gesundbrunnen sei eine baugleiche Profibohrmaschine wie in Steglitz verwendet worden, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Tatort. Auch dieses Mal war ein Tresorraum mit Schließfächern das Ziel.

Die Polizei geht davon aus, dass die flüchtigen Täter seit rund einer Woche in dem Keller gearbeitet hatten. Dass ein Einzelner in dem Keller am Werk war, könne ausgeschlossen werden. Dafür sei der Aufwand zu groß gewesen.

Kriminalhauptkommissar Michael Adamski, der die Untersuchung zum Steglitzer Fall leitete, sieht aber auch Unterschiede zum damaligen Einbruch. Die Schließfächer in diesem Tresorraum seien außerhalb der Öffnungszeiten mit gesonderten Stahltüren gesichert gewesen, sagte er. Adamski bezweifelt deshalb, dass die Einbrecher überhaupt Beute gemacht hätten, wenn sie bis in die Bank gekommen wären.

Neuendorf verwies darauf, dass in Steglitz monatelang ein 45 Meter langer Tunnel gebohrt worden sei, während die Täter nun nur eine Wand überwinden mussten. „Wir prüfen einen möglichen Zusammenhang. Es könnte sich aber auch um Nachahmungstäter handeln“, sagte er. Zum Einbruch in Steglitz, wo die Täter mit einer Millionen-Beute aus 309 Schließfächern entkamen, gibt es laut Polizei „keine heiße Spur“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Raketen-Mann Mike feuert sich in Richtung All - aus einem Grund
Mike Hughes möchte beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist. Das klingt verrückt, ist aber wahr. Mit einer selbst gebauten Rakete aus Altmetall will sich der Amerikaner …
Raketen-Mann Mike feuert sich in Richtung All - aus einem Grund
Vergrabene Frauenleiche in Waldstück entdeckt: Sohn gesteht die Tat
Kinder spielen in einem Wald in Oberbayern. Dabei machen sie eine grausame Entdeckung: Sie finden die Leiche einer Frau. Schnell wird klar - die Frau wurde gewaltsam …
Vergrabene Frauenleiche in Waldstück entdeckt: Sohn gesteht die Tat
Bestialischer Geruch: Stinkendes Paket mit Damenschuhen löst Großeinsatz in Postfiliale aus
Ein übel riechendes Paket hat in Baden-Württemberg einen Großeinsatz ausgelöst.
Bestialischer Geruch: Stinkendes Paket mit Damenschuhen löst Großeinsatz in Postfiliale aus
Er behauptet, er habe auf dem Mars gelebt - „Es gibt dort unterirdische Städte“
Es hört sich eher nach einem Sci-Fi-Drehbuch an: Der Russe Boriska Kipriyanovich behauptet, er habe vor seinem Leben auf der Erde bereits auf dem Mars gewohnt. Er …
Er behauptet, er habe auf dem Mars gelebt - „Es gibt dort unterirdische Städte“

Kommentare