Nach schwerem Unfall

Eine Stunde klinisch tot: Pfarrer berichtet Unglaubliches

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Farmington - Immer wieder berichten Menschen mit Nahtoderfahrungen Unglaubliches. Ein Pfarrer, der nach einem Auto-Unfall eine Stunde lang klinisch tot war, will sich sogar mit Jesus unterhalten haben.

„Wenn Du stirbst, kommst Du an die goldene Himmelspforte, und wenn Du ins Paradies eintrittst, sind da Engel und Deine verstorbenen Freunde.“ Das erzählen viele Christen ihren Kindern, um ihnen die Angst vor dem Tod zu nehmen. Einer, der all das sogar erlebt haben will, ist Gary Wood. Das Ereignis hat sein Leben verändert.

Wie Medien wie die Daily Mail und die Sun berichten, war Wood in der christlichen US-TV-Show „It‘s Supernatural!“ zu Gast, deren YouTube-Kanals mehr als 220.000 Menschen abonniert haben. Darin berichten regelmäßig Menschen von Dingen, die allgemein als Wunder bezeichnet werden. Der Texaner saß nach eigenen Angaben vor 50 Jahren als 18-Jähriger einen Tag vor Weihnachten nachts zusammen mit seiner Schwester im Auto auf dem Weg nach Hause. Zu spät sah der gläubige Mann das Fahrzeug des Abschleppdienstes, der verbotenerweise auf seiner Spur parkte. Es kam zu einem schweren Unfall, bei dem Wood so schwer verletzt wurde, dass die eintreffenden Ärzte ihn für klinisch tot erklärten.

Das Unfallopfer selbst erinnert sich, dass er starke Schmerzen hatte, die auf einmal verschwunden waren. „Ich trat aus diesem Körper, meiner irdischen Hülle, und wurde durch das Dach meines Autos in die Höhe gehoben. Mein ganzes Leben spielte sich noch einmal sekundenschnell vor meinen Augen ab“, zitiert ihn etwa die britische Daily Mail.

Treffen mit einem Engel

Dann habe er sich in einer wirbelnden Trichterwolke wiedergefunden. Als diese sich langsam lichtete, erblickte er „ein riesiges goldenes Objekt, das wie ein Satellit im Himmel schwebte und das die Bibel „Himmel“ nennt.“ Auch eine über 800 Kilometer lange goldene Himmelspforte habe er gesehen, bewacht von einem über 20 Meter großen Engel. „Er hatte ein Schwert und wunderschönes, goldenes Haar. Er sprach sich kurz mit einem anderen Engel ab, dann durfte ich eintreten.“

Als nächstes will Wood einen Rundgang durch den Himmel gemacht haben - sein Führer sei dabei niemand anderer als ein bester Freund aus Schulzeiten gewesen, der bei einem Unfall mit einem Rasenmäher ums Leben gekommen war. So seien sie an einem Schild vorbeigekommen, auf dem „Segen, die keiner haben wollte“ stand. In einem Raum seien an einer Wand alle möglichen Körperteile gehangen. Die würden gebraucht, wenn Gott ein Wunder vollbringt, erklärte man ihm.

Treffen mit Jesus

Höhepunkt seiner Erzählung von der himmlischen Tour ist jedoch ein Treffen mit Jesus. Der habe Wood erklärt, er habe eine besondere Aufgabe auf der Erde zu erfüllen: Er solle von seiner Auferstehung erzählen, und ein Buch schreiben, in dem er berichtet, dass es den Himmel wirklich gibt.
Unterdessen versuchten die Ärzte, Wood wiederzubeleben, während seine Schwester, die den Unfall nahezu unversehrt überlebt hatte, immer wieder seinen Namen rief. Das hörte Woods Reiseführer. Von einer Sekunde auf die nächste sei er darauf in seinen Körper „zurückgeschossen“, so Wood. Die Ärzte bemerkten zeitgleich die Vitalzeichen und fuhren ihn ins nächstgelegene Krankenhaus, um ihn zu stabilisieren.

Später schrieb Wood, der jetzt als Pfarrer in Texas wirkt, ein Buch mit dem Titel „Ich bin gestorben und in den Himmel aufgefahren“.

Das sagt die Wissenschaft zu Nahtoderfahrungen

Ob man dem Mann mit seinem detaillierten Bericht seiner Himmelfahrt glauben will, ist wohl Glaubenssache. Er deckt sich jedenfalls erstaunlich mit den Nahtoderfahrungen, von denen andere Christen berichten. Forscher haben verschiedene Theorien, die diese Erlebnisse erklären sollen: Sauerstoffmangel im Gehirn etwa, oder ein deutliches Ansteigen der Hirnaktivität nach einem Herzstillstand. Neben neurophysiologischen Phänomenen könnten auch körpereigene Drogen eine Rolle spielen. In Versuchen konnten Erlebnisse, die einer Nahtoderfahrung ähneln, künstlich herbeigeführt werden, etwa durch die elektrische Stimulation bestimmter Hirnregionen.

Für Woods Buchverkaufszahlen dürfte sein TV-Auftritt jedenfalls ein Segen gewesen sein.

hn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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