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Eine Zukunft für Millionen Kinder: Seit 75 Jahren hilft Unicef weltweit Familien in Not

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Von: Dorit Caspary

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In Venezuela wird Paulina in einem Unicef-Gesundheitszentrum geimpft.
In Venezuela wird Paulina in einem Unicef-Gesundheitszentrum geimpft. © Unicef

Unicef wird 75 Jahre alt! Am 11. Dezember 1946 wurde das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in New York gegründet. Das Ziel damals: Kindern im verwüsteten Europa zu helfen.

Die einzige Bedingung war, dass diese Hilfe allen Kindern zugute kommen sollte – unabhängig davon, welche Rolle ihr Heimatland im Krieg gespielt hatte. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die tz ist seit 1989 Partner von Unicef. So wie wir heuer die Münchner Tafel, die sich 1994 gegründet hat, unterstützen, möchten wir auch weiter Buben und Mädchen in Not helfen. Vor allem, weil das Kinderhilfswerk gerade vor der schlimmsten Krise für Kinder seit der Gründung steht, der Corona-Pandemie. Ein Rückblick zu den Anfängen von Unicef und der Münchner Tafel.

Es sind keine guten Nachrichten, die das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zum Jubiläum verkündet: „Die Corona-Pandemie hat weltweit zusätzlich 100 Millionen Kinder in Armut gestürzt“, so Unicef-Chefin Henrietta Fore gestern. Eine solche Krise habe es in den 75 Jahren seit Bestehen von Unicef nicht gegeben. Umso wichtiger sei der unermüdliche Einsatz für Kinder in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Hygiene, Gesundheit, akute Nothilfe, Impf- oder Kinderschutz, um sie vor weiterer Ausbreitung, Zwangsheirat, Hunger und Krankheit zu schützen

Mehr als 15 000 Mitarbeiter setzen sich in 190 Ländern dafür ein, dass Mädchen und Buben eine Zukunft haben. Das war schon 1946 so, im Gründungsjahr von Unicef, als mit Milch, Fett und Lebertran in Europa geholfen wurde. Seitdem haben Millionen von Kindern Unterstützung erhalten.

Medizinische Versorgung

In Venezuela wird Paulina in einem Unicef-Gesundheitszentrum geimpft. Der Gesundheitsschutz gehört seit Anfang an zu einer zentralen Aufgabe des Kinderhilfswerks. Durch Corona haben allein 2020 über 23 Millionen Kinder keine Regelimpfungen bekommen. 

Nach dem Krieg in Europa organisierte UNICEF Hilfe gegen Mangelernährung der Kinder.
Nach dem Krieg in Europa organisierte UNICEF Hilfe gegen Mangelernährung der Kinder. © Unicef

Mangelernährung 

Was nach dem Krieg in Europa (unser Foto zeigt Mädchen in Griechenland) die Milch war, ist heute eine spezielle Erdnusspaste, die in Krisenregionen Kinder mit dem Nötigsten versorgt. Dazu kümmert sich Unicef darum, dass die Familien Zugang zu sauberem Wasser haben. 

Zugang zu Bildung: Unicef hilft Mädchen und Buben (wie hier 2019 in Afghanistan), dass sie lernen können.
Zugang zu Bildung: Unicef hilft Mädchen und Buben (wie hier 2019 in Afghanistan), dass sie lernen können. © Unicef

Das Recht auf Schule

Jedes Kind hat das Recht, in die Schule zu gehen. „Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft“, erklärt Claudia Graus (Unicef Deutschland). Dafür setzt sich das Kinderhilfswerk weltweit ein. Vor allem, dass auch Mädchen wie hier in Afghanistan 2019, weiterhin Zugang zu Bildung haben. Inzwischen können dort mehr als 60 Prozent aller Mädchen nicht mehr in die Schule gehen. 

Flüchtlingskinder 1950 in Griechenland.
Flüchtlingskinder 1950 in Griechenland. © Unicef

Akute Nothilfe

Flüchtlingskinder frieren in Griechenland (1950) und Syrien (2014). Unicef unterstützt mit Decken, warmer Kleidung, Essen und Hilfsangeboten.

Roger Moore war als Unicef-Botschafter 2010 zu einem Redaktionsbesuch bei der tz.
Roger Moore war als Unicef-Botschafter 2010 zu einem Redaktionsbesuch bei der tz. © Michael Westermann

Starke Partner

Paten und Botschafter wie Audrey Hepburn und Roger Moore verschaffen dem Kinderhilfswerk mehr Gehör. Auch die tz, die der Schauspieler 2010 besucht, setzt sich seit 1989 gemeinsam mit Unicef für Kinder in Not ein. Über 8 Millionen Euro haben unsere Leser bis heute gespendet–herzlichen Dank!

Audrey Hepburn im Einsatz für Unicef
Audrey Hepburn im Einsatz für Unicef. © Unicef

Gemeinsam gegen Armut: So können Sie spenden

Mit Ihrer Spende – und sei sie auch noch so klein – unterstützen Sie die tz-Hilfsaktion Gemeinsam gegen Armut für die Münchner Tafel und Unicef. Konkret geht der Erlös an Familien, die in München trotz aller eigenen Anstrengungen auf Hilfe angewiesen sind–und an Kinder in Malawi, die nach Flut- und Dürrekatastrophen weder genug zu essen haben noch in die Schule gehen können. Gemeinsam mit unseren Partnern und Ihnen, liebe Leser, möchten wir direkt vor unserer Haustür helfen. Und wir wollen Menschen in Malawi unterstützen, einem der ärmsten Länder der Welt. Denn Armut kann jeden treffen. Egal wo.

Spende per Online-Überweisung: Bitte wählen Sie zunächst die Organisation aus, für die Sie spenden möchten. Geben Sie bei der Überweisung auf das jeweilige Konto unbedingt als Stichwort Armut an. Bei Spenden bis 100 Euro gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung fürs Finanzamt. Bei größeren Beträgen bekommen Sie von der jeweiligen Organisation automatisch eine Spendenquittung zugesandt. Bitte geben Sie im Feld Verwendungszweck unbedingt Ihren Namen und die Adresse an, sonst können wir Ihnen keine Spendenbescheinigung zuschicken. Empfänger: entweder Münchner Tafel oder Unicef.

Ein wichtiges Versprechen, das die tz seit über 30 Jahren hält: Jeder Cent, den Sie spenden, kommt zu 100 Prozent bei den Kindern und Familien an. Alle Verwaltungskosten werden aus anderen Töpfen und von Sponsoren übernommen.

Die Spendenkonten

Für Unicef:
Commerzbank
IBAN: DE78 7008 0000 0326 9000 00
BIC: DRESDEFF700

Für die Münchner Tafel e. V.
HypoVereinsbank
IBAN: DE37 7002 0270 6850 1933 10
BIC: HYVEDEMMXXX 

Ihre Ansprechpartnerin

Haben Sie noch Fragen oder möchten selbst aktiv werden, beispielsweise eine eigene Spendensammlung oder Versteigerung organisieren? Dann rufen Sie an oder schreiben eine E-Mail. tz-Redakteurin Dorit Caspary hat sich sowohl bei den Projekten der Münchner Tafel als auch bei Unicef ein Bild gemacht. Sie können sich sicher sein: Jeder Spenden-Euro wird dringend gebraucht und sinnvoll verwendet. Unsere Reporterin erreichen Sie unter Tel. 089/5306-512 oder per E-Mail unter dorit.caspary@merkurtz.de.

Spendenbeispiele

Nur 78 Euro reichen, um einen Tafelgast ein ganzes Jahr lang mit Lebensmitteln zu unterstützen. Wie Sie ganz einfach Gastgeber für Münchner in Not werden: www.muenchner-tafel.de

Mit 30 Euro kann Unicef einen Monat lang ein akut mangelernährtes Kind mit lebensrettender Erdnusspaste versorgen. 

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