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Drei der vier seit Donnerstag eingeschlossenen Bergmänner in Wales sind tot. Das sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Rettungsaktion für den verbleibenden Kumpel im Bergwerk Gleision nahe Cilybebyll gehe weiter.

Dritter Bergmann in walisischer Grube tot

London - Rettungskräfte haben am Freitag in einem überfluteten Kohlebergwerk in Südwales ein drittes Todesopfer entdeckt. Das gab die Polizei von Süd-Wales am Freitag bekannt

Die Leiche eines zuvor gefundenen Minenarbeiters sei mittlerweile geborgen worden, teilte Polizeichef Phil Davies mit. Nach einem weiteren Bergmann werde in der Mine Gleision Colliery in der Nähe von Swansea noch gesucht.

Das erste Todesopfer sei in dem Hauptschacht des Stollens entdeckt worden, sagte Feuerwehrsprecher Chris Margetts. Den zweiten Kumpel hätten die Rettungskräfte an der Stelle gefunden, an der die Bergleute vor dem Unglück gearbeitet hätten. Am Fundort der Leichen seien keine Hinweise auf den vermissten Arbeiter gefunden worden.

“Das ist eine schreckliche Situation und sie wird immer schlimmer“, sagte der örtliche Abgeordnete Peter Hain. Ein gutes Zeichen für die Vermissten sei jedoch, dass die Rettungskräfte festgestellt hätten, dass es noch Sauerstoff in der Mine gebe. Der britische Premierminister David Cameron sagte den Rettungskräften jede Unterstützung für ihre Arbeit zu. Später müsse sichergestellt werden, dass “wir verstehen, wie es zu dem Unglück kommen konnte und daraus lernen“, sagte Cameron.

Der Stollen, in dem sich das Unglück ereignete, wurde in einer abgelegenen Region Wales' in einen steilen Abhang getrieben. Bei der Mine handelt es sich um einen der letzten Überreste der einst großen britischen Bergbauindustrie.

dapd/dpa

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