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Eine misshandelte Frau in Spanien schickte über das Hausaufgabenheft ihres Sohnes einen Hilferuf an die Schulleiterin.

Verfahren eingeleitet

Eingesperrte Ehefrau klebte "Hilferuf" ins Hausaufgabenheft

Madrid - Eine Frau, die von ihrem Mann mutmaßlich jahrelang misshandelt und im Haus festgehalten worden ist, hat in Spanien mit einem ungewöhnlichen Hilferuf Erfolg gehabt.

Die Frau aus der Küstengemeinde Benalmádena in der Provinz Málaga soll ihrem achtjährigen Sohn einen Zettel ins Hausaufgabenheft geklebt haben, um die Lehrerin auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Die Schulleiterin habe daraufhin die Behörden alarmiert, die dann erwirkt hätten, dass sich der Ehemann der Frau nicht mehr nähern darf, berichtete die Nachrichtenagentur efe am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden. Das Alter der Frau wurde nicht bekanntgegeben.

Den Ermittlungen zufolge sei die Frau Opfer von körperlichen und psychischen Misshandlungen gewesen, erklärte der Vizepräfekt von Málaga, Miguel Briones. Er hob die „Verwegenheit“ des Opfers und die „beispielhafte Reaktion“ des Schulpersonals hervor. Die Frau sei von ihrem Mann mutmaßlich zu Hause festgehalten und strengstens bewacht worden. Der Ehemann müsse nun eine elektronische Fußfessel tragen, um den Schutz des Opfers zu garantieren. Gegen den 52-Jährigen sei ein Verfahren eingeleitet worden, hieß es.

dpa

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