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Bahn-Personalchef Ulrich Weber verlässt in Berlin nach den Tarifverhandlungen von Deutscher Bahn und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Tagungsort.

Noch keine Lösung

Einigung in Bahn-Tarifstreit lässt auf sich warten

Berlin - Der jüngste Bahnstreik ist nun schon ein Vierteljahr her - aber der Tarifkonflikt ist längst nicht gelöst. Beide Seiten bewegen sich nur langsam aufeinander zu. Für Bahnkunden bleibt es spannend.

Im monatelangen Tarifstreit bei der Bahn haben Arbeitgeber und Lokführergewerkschaft ist ein Ende noch immer nicht in Sicht. Arbeitgeber und Lokführergewerkschaft vertagten ihre Gespräche am Montag in Berlin abermals ohne Ergebnis. Beide Seiten bekannten aber den Willen zu einer Einigung.

„Es gibt keinen Stress und wir reden weiter“, sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber nach den Gesprächen in Berlin. Darin habe die Bahn einen Flächentarifvertrag für Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten vorgelegt.

Aus Sicht der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) ermöglicht der Entwurf aber Lohndumping in der Branche. GDL-Chef Claus Weselsky sagte, der Vorschlag sei zu detailliert zu sehr auf die Deutsche Bahn zugeschnitten. Viel mehr als Entgelt, Wochenarbeitszeit und Zulagen wollen man im Flächentarif nicht festlegen.

Die GDL will bis Montag nächster Woche einen eigenen Vorschlag machen. Zwei Tage später wollen sich beide Seiten dann wieder an einen Tisch setzen. Ein weitere Verhandlungstermin ist für den 26. Februar festgelegt.

Die GDL will eine um eine Stunde verkürzte Wochenarbeitszeit durchsetzen. Sie fordert außerdem fünf Prozent mehr Geld. Erschwert werden die Verhandlungen dadurch, dass die GDL dabei in Berufsgruppen jenseits der Lokführer mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft konkurriert.

Ziel der Bahn ist es, dass diese nicht dem Abschluss mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) widersprechen, mit der die Verhandlungen ebenfalls noch nicht beendet sind. Erst am Freitag hatte die EVG einen Warnstreik-Drohung auf Eis gelegt. Zuvor hatte die GDL sechs Mal gestreikt.

dpa

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