Statt Einschläferung: Polizisten überfahren Katze

Oslo - Anstatt das Tier einschläfern zu lassen, haben norwegische Polizisten eine verletzte Hauskatze dreimal absichtlich überfahren. Die Besitzerin und Tierschützer sind empört.

Wie die Lokalzeitung „Tönsberg Blad“ am Mittwoch in ihrer Netzausgabe berichtete, überrollten Beamte die Katze Daniella mit ihrem Streifenwagen, um sie auf diese Weise „einzuschläfern“. Anwohner hatten die Streife gerufen, weil das Tier vorher unter ein anderes Auto geraten und mit gebrochenem Rücken auf der Straße liegengeblieben war.

Empörte Bürger der Kleinstadt Tönsberg am Oslofjord wandten sich danach an die Norwegische Hauskatzenvereinigung und Tierschutzorganisationen. Die Polizei des Bezirks Vestfold äußerte im sozialen Netzwerk Facebook Verständnis für die „Reaktion des Publikums“, verteidigte aber das Vorgehen des verantwortlichen Beamten: „Es hätte die Leiden der Katze nur verlängert, einen Tierarzt herbeizurufen oder das Tier in einen Sack zu stecken, um sie zum Tierarzt zu fahren.“

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Diese Stars ziehen sich für Tiere aus

Daniellas Besitzerin Gro Sundby meinte in „Tönsberg Dagblad“: „Wenn ich dagewesen wäre, hätte ich der Polizei nie die Erlaubnis zum Überfahren gegeben.“ Sie begrub ihre Katze im Garten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Verspätungen, Flugausfälle und wenig Information: Gravierende Computer-Probleme haben Kunden von British Airways am Wochenende die Reisepläne durchkreuzt. Wut und …
Chaos bei British Airways: IT-Panne lähmt Flugbetrieb
Privatjet von Elvis Presley versteigert
Mehr als 400 000 Dollar für Flugzeugschrott? Das klingt nach einem schlechten Deal. Trotzdem hat eine fluguntaugliche Maschine bei einer Versteigerung in den USA diesen …
Privatjet von Elvis Presley versteigert
Rund 150 Tote nach Unwettern in Sri Lanka
Zerstörte Häuser, von Fluten eingeschlossene Menschen: Sri Lanka kämpft mit den Folgen starker Regenfälle. Zur Ruhe kommt das bei Touristen beliebte Land vorerst aber …
Rund 150 Tote nach Unwettern in Sri Lanka
Ignorieren ist schlimmer als ein klares "Nein"
Wohnung, Job, Beförderung: Man steckt Mühe in die Bewerbung, harrt der Antwort, und dann kommt - nichts. Frust und Selbstzweifel sind die Folge. Dabei wäre es einfach, …
Ignorieren ist schlimmer als ein klares "Nein"

Kommentare