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Eleanor Catton wurde für ihr Buch "The Luminaries" geehrt.

"Überwältigendes Werk"

Eleanor Catton (28) ist jüngste Man-Booker-Preis-Gewinnerin

London - Die 28-jährige Autorin Eleanor Catton aus Neuseeland ist die jüngste Gewinnerin des Man-Booker-Literaturpreises.

Als bisher jüngste Gewinnerin hat die erst 28 Jahre alte Autorin Eleanor Catton aus Neuseeland den Man-Booker-Preis für englischsprachige Literatur erhalten. Sie bekam die renommierte Auszeichnung, die mit 50 000 Pfund (gut 59 000 Euro) dotiert ist, für ihren zweiten Roman „The Luminaries“. Einer der höchstdotierten Literaturpreise der Welt, der mit rund 600 000 Euro dotierte Planeta-Preis, ging in Barcelona an die spanische Erfolgsautorin Clara Sánchez.

Catton erhielt den Man-Booker-Preis für ihr 832 Seiten starkes Buch am Dienstagabend von Herzogin Camilla in London überreicht. Den Roman, der im Neuseeland des 19. Jahrhunderts zu Zeiten des Goldrausches spielt, hatte Catton mit 25 Jahren zu schreiben begonnen. Der Juryvorsitzende Robert Macfarlane sagte bei der Preisverleihung: „Es ist ein überwältigendes Werk. Es ist ein leuchtendes Werk. Es ist gewaltig, ohne ausufernd zu werden.“

Catton wurde 1985 in Kanada geboren und wuchs in Neuseeland auf. „The Luminaries“ ist ihr zweites Werk. Ihr Debüt „The Rehearsal“ (2008) ist auch auf Deutsch erschienen („Die Anatomie des Erwachens“, Arche Verlag).

Der Booker-Preis, der jedes Jahr verliehen wird, gilt als eine der wichtigsten literarischen Ehrungen für englischsprachige Autoren aus Großbritannien, dem Commonwealth sowie aus Irland. Vergangenes Jahr hatte die britische Autorin Hilary Mantel gewonnen, bereits zum zweiten Mal. Im kommenden Jahr sollen auch englischsprachige Autoren aus anderen Ländern teilnehmen können.

Der Planeta-Preis ist der höchstdotierte Literaturpreis der spanischsprachigen Welt, 478 Bewerber waren in diesem Jahr dabei. Die 58-jährige Sánchez erhielt ihn für ihren Roman „El cielo ha vuelto“ (Der Himmel ist zurückgekehrt). Das Werk handelt von einer jungen Frau, die als Model erfolgreich ist und aufgrund einer mysteriösen Morddrohung ihr Leben völlig neu überdenkt. Die Auszeichnung, die der Planeta-Verlag seit 1952 vergibt, ist nach dem Nobelpreis der höchstdotierte Literaturpreis der Welt.

Die Autorin hatte 2000 bereits den Alfaguara- und 2010 den Nadal-Preis gewonnen, zwei bedeutende Literaturpreise in Spanien. Einige ihrer Werke wurden auch ins Deutsche übersetzt, wie „Letzte Notizen aus dem Paradies“ oder „Was dein Name verbirgt“.

Überraschend gewann die Filmregisseurin und Drehbuchautorin González-Sinde mit ihrem Roman „El buen hijo“ (Der gute Sohn) den mit 150 000 Euro dotierten zweiten Preis. Die 48-Jährige hatte von 2009 bis 2011 der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero als Kulturministerin angehört.

dpa

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