Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt
+
Der Elefant war aus seinem Zirkus-Gehege entwischt und hatte einen Spaziergänger getötet. Foto: Rene Priebe

Elefant kommt nach tödlicher Attacke zu Artgenossen

Elefantenkuh "Baby" bricht aus ihrem Zirkus-Gehege aus und tötet einen Menschen. Wie konnte es dazu kommen? Während die Polizei ermittelt, lebt sich das Tier bereits in seinem neuen Zuhause ein.

Buchen (dpa) - Für Elefantenkuh "Baby" sind nach ihrer tödlichen Attacke auf einen Spaziergänger die Tage als Zirkustier gezählt. Der nordrhein-westfälische Safaripark Stukenbrock hat das 34 Jahre alte Tier aufgenommen.

Die verhaltensauffällige Elefantenkuh sei am Sonntag in Begleitung ihres bisherigen Besitzers in Schloß Holte-Stukenbrock nahe Bielefeld angekommen, sagte eine Sprecherin des Safariparks am Montag. Sie habe die Nacht sehr gut überstanden und bereits Kontakt zu drei weiteren Elefantendamen aufgenommen, die ebenfalls im Safaripark lebten. Man sei sehr zuversichtlich, dass sich die Elefantin in diese Gruppe integrieren werde.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass Wildtiere in Zirkussen grundsätzlich verboten werden. Er will dazu eine Kampagne starten, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Tierschützer kritisieren zu kleine Gehege, ständige Transporte oder die aus ihrer Sicht von Gewalt und Zwang geprägte Dressur. Elefanten, Großkatzen oder Bären fehle es an Bewegung und sozialen Kontakten.

In eine intakte Herde im Zoo lasse sich ein Elefant wie "Baby" nicht integrieren, sagte der Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart, Thomas Kölpin. Die Herde würde aggressiv sein. Aber die Haltung mit einzelnen anderen Kühen sei möglich. Daher sei die Lösung, die derzeit in Stukenbrock im Raum stehe, für die Elefantenkuh ideal.

Das Tier war am Wochenende in Buchen (Baden-Württemberg) aus seinem Gehege entwischt und hatte einen 65-jährigen Spaziergänger getötet. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Von alleine hätte "Baby" nicht aus dem Zirkuszelt freikommen können, sagte ein Polizeisprecher. Es stelle sich daher die Frage, ob das Tier absichtlich freigelassen wurde oder ob es durch Schlampigkeit entkommen konnte. Die Betreiber entschieden, nach dem Vorfall zunächst keine weiteren Vorstellungen zu geben.

Fraglich bleibt, warum "Baby" in Rage geriet. Die Tierschutzorganisation Peta hatte dem Zirkus in der Vergangenheit mehrfach nichtartgerechte Haltung vorgeworfen. Das Tier habe schon mehrfach Menschen verletzt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zeitumstellung 2017: Wann wird die Uhr auf die Winterzeit umgestellt?
Es ist schon wieder Zeit für die Zeitumstellung: Wann wird die Uhr auf die Winterzeit 2017 umgestellt? Wird Sie vor- oder zurückgestellt? Alle Infos bekommen Sie hier.
Zeitumstellung 2017: Wann wird die Uhr auf die Winterzeit umgestellt?
Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-18 der spanischen Luftwaffe ist in der Nähe von Madrid abgestürzt. Dies teilte das spanische Verteidigungsministerium mit.
Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt
Gladbecker Geiselnehmer Rösner will auch aus dem Knast
Gladbecker Geiselgangster Degowski kommt frei und erhält neue Identität. Der zweite Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner möchte nun eine Therapie machen, um bald in Freiheit …
Gladbecker Geiselnehmer Rösner will auch aus dem Knast
Pest-Fälle in Madagaskar innerhalb einer Woche verdoppelt
Verursacher der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis. Der Erreger wird meist durch infizierte Flöhe von Ratten übertragen.
Pest-Fälle in Madagaskar innerhalb einer Woche verdoppelt

Kommentare