Elfenbeinküste: Cholera-Ausbruch schürt Elend

Abidjan - Das Elende in der ohnehin schon vom Bürgerkrieg gekennzeichneten Elfenbeinküste nimmt zu. Jetzt ist auch noch Cholera ausgebrochen. Unicef spricht von einem Warnsignal.

Nach einem Cholera-Ausbruch in dem westafrikanischen Staat Elfenbeinküste hat Unicef eine Hilfsaktion gestartet. Die Erkrankungen traten in der Stadt Abidjan auf.

Das UN-Kinderhilfswerk befürchtet, dass sich die Cholera - begünstigt durch Regenzeit und schlechte hygienische Verhältnisse - schnell ausbreiten könnte. “Das ist ein Warnsignal“, sagte Unicef-Sprecher Rudi Tarneden am Dienstag in Köln. “Wenn man nicht sofort gegensteuert, kann ganz schnell eine Epidemie ausbrechen.“

Durch den Bürgerkrieg wurden viele Gebiete von der Versorgung mit sauberem Trinkwasser abgeschnitten. Die lebensgefährliche Durchfallerkrankung wird hauptsächlich durch verunreinigtes Wasser verbreitet.

In den Städten Doloa und Bouaflé sind den Angaben zufolge insgesamt 19 große Wassertanks installiert worden. Zudem verteilt Unicef Medikamente, Seife, Chlor und Tabletten zur Wasserreinigung. Cholera kann unbehandelt innerhalb weniger Stunden zum Tod führen. Kinder sind besonders gefährdet.

dpa

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