Elftes Gebot: "Du sollst nicht facebooken"

Neptune/USA - Ein US-Pfarrer hält neuerdings ein elftes Gebot für die Mitglieder seiner Gemeinde im Staat New Jersey bereit. Mit “Du sollst nicht facebooken“ könnte die Anweisung zusammengefasst werden.

Mit seinem neuen Gebot  kämpft Cedric Miller gegen die Verlockungen, die seiner Ansicht nach in dem sozialen Netzwerk allerorten zum Ehebruch anstiften. 20 Paare aus seiner Gemeinde habe Facebook im vergangenen halben Jahr in Probleme gestürzt. Stets habe einer der Partner eine eigentlich schon erloschene Flamme via Internet wiedergetroffen - und die Liebe neu entfacht.

Nun reicht es dem Pfarrer: 50 verheiratete Gemeindeälteste müssen ihre Facebook-Profile löschen oder von ihrem Amt zurücktreten. Zuvor schon hatte Miller den rund 1.100 Mitgliedern seiner Gemeinde, der Living Word Christian Fellowship Church in der Stadt Neptune, von der Kanzel aus geraten, ihren Ehepartnern die Passwörter zu ihren Profilen zu verraten.

Diesen Ratschlag will er jetzt verschärfen: Am besten sollten sie sich gleich von Facebook abmelden. “In den vergangenen anderthalb Jahren habe ich Paare intensiv wegen ihrer Eheprobleme beraten, die mit Facebook zu tun hatten“, sagt Miller. Die Ursachen für den Ehezwist seien oft sehr ähnlich: Jemand von gestern, ein Ex-Partner, tauche wieder auf, das führe zum Austausch von Nachrichten. Schon oft habe es dann körperliche Begegnungen gegeben. “Die Versuchung ist einfach zu groß“, sagt der Pfarrer.

Auch Miller ist verheiratet, und er nutzt Facebook, vor allem um den Kontakt zu seinen sechs Kindern zu halten. Doch sein Profil in dem sozialen Netzwerk will er am Wochenende löschen. Schließlich müsse er sich an seine eigenen Vorgaben halten. “Der Rat soll an die gesamte Kirche gehen“, sagt der Pfarrer. Am Sonntag will er allen Gemeindemitgliedern dringend raten, mit Facebook Schluss zu machen, um ihre Ehen nicht zu gefährden.

dapd

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