+
Baby Charlie im Krankenhaus.

Nach langem Streit

Baby Charlie: Schlimmste Befürchtungen der Eltern bestätigen sich

Nach einem monatelangen Streit um den schwer kranken britischen Säugling Charlie bestätigen sich jetzt offenbar die schlimmsten Befürchtungen der Eltern.

London - Die Eltern des schwerkranken britischen Säuglings Charlie Gard haben den juristischen Streit um das Schicksal ihres Kindes aufgegeben. Das sagte ein Anwalt der Eltern am Montag in London. Die schlimmsten Befürchtungen der Eltern bezüglich des Gesundheitszustandes des Kindes hätten sich bestätigt, sagte der Anwalt: „Es ist jetzt zu spät, Charlie zu behandeln.“

Charlie leidet an einer seltenen genetischen Erkrankung, in der Fachsprache mitochondriales DNA-Depletionssyndrom (MDDS), wobei insbesondere das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wird. Das elf Monate alte Kind muss künstlich beatmet und ernährt werden.

Charlies britische Ärzte im Londoner Great-Ormond-Street-Krankenhaus hatten sich dafür ausgesprochen, dass der Junge in Würde sterben soll. Seine Eltern wollten ihn dagegen für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Sie hatten dafür bereits rund 1,5 Millionen Euro an Spenden gesammelt, um den Krankentransport und die Behandlung finanzieren zu können.

Der Fall hatte international Schlagzeilen gemacht, sogar Papst Franziskus und US-Präsident Donald Trump hatten sich dazu geäußert. Krankenhäuser in den USA und Italien hatten angeboten, Charlie weiter zu behandeln.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei-Großeinsatz: Bombendrohung an Schule in Kassel 
Bombendrohung an Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel: Großeinsatz der Polizei. 
Polizei-Großeinsatz: Bombendrohung an Schule in Kassel 
Restaurant-Explosion in Kanada: Polizei sucht Verdächtige
Die Gäste sitzen beim Essen im indischen Restaurant. Da gibt es eine Explosion. Mindestens 15 Menschen werden bei dem Vorfall im kanadischen Mississauga verletzt. Zwei …
Restaurant-Explosion in Kanada: Polizei sucht Verdächtige
Trotz Entschärfung: Darum ist die Fliegerbombe in Dresden explodiert
Zwei Tage lang hielt eine Fliegerbombe die Dresdner in Atem: Die Entschärfung missglückte zunächst, 9000 Menschen wurden evakuiert. Am Donnerstagnachmittag gab es dann …
Trotz Entschärfung: Darum ist die Fliegerbombe in Dresden explodiert
US-Bundesstaat Wyoming erlaubt Jagd auf Grizzlys
Grizzlys sind Nordamerikas ikonische Bären. Lange standen sie unter US-weitem Schutz. Jetzt, unter bundesstaatlicher Aufsicht, geht es ihnen wieder an den Kragen.
US-Bundesstaat Wyoming erlaubt Jagd auf Grizzlys

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.