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Die Überführung der Germanwings-Opfer verzögert sich durch einen angeblichen Behördenfehler. Für die Angehörigen ist das eine emotionale Katastrophe.

Überführung der Leichen verzögert sich

Germanwings-Drama: Wutbrief der Angehörigen

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Haltern am See - Die Eltern der Germanwings-Absturzopfer sind empört. Die geplanten Beerdigungen können wegen angeblicher Behördenfehler nicht stattfinden. Offenbar machen die Angehörigen ihrem Ärger jetzt in einem Wutbrief Luft. 

Verzweiflung macht sich breit bei den Eltern der Opfer des Germanwingsabsturzes im März. Eigentlich sollten jetzt im Juni bereits die Beerdigungen einiger Schüler aus Haltern am See stattfinden. Doch nun muss die Rückführung der sterblichen Überreste aufgrund behördlicher Vorgaben vorübergehend unterbrochen werden. Beispielsweise soll es zu Fehlern bei den Übersetzungen der Totenscheine gekommen sein.

Für die Angehörigen der Opfer ist das eine Katastrophe. Viele haben sich auf das Datum der Beerdigung fixiert und werden in ihrem Trauerprozess nun völlig aus der Bahn geworfen. Die entsetzten Angehörigen ließen von ihrem Anwalt nun offenbar einen Brief an Lufthansa aufsetzen, der der Bild vorliegt.

Wutbrief an Lufthansa

Darin steht, dass die meisten Familien schon Vorbereitungen für die Beerdigungen und Trauerfeiern getroffen hätten. Durch die aufkommenden Verzögerungen würden die Angehörigen nun nicht nur in ihrer Verarbeitung der Katastrophe gestört, sondern müssten sich auch um eine neue Organisation kümmern.

Gegen Ende des Briefes soll laut Bild geschrieben stehen: "Der Zorn und die Verzweiflung nehmen zu. Nicht nur, weil Lufthansa einen depressiven Piloten hat fliegen lassen. Nicht nur, weil Lufthansa die Depression bei den medizinischen Kontrollen nicht beobachtet hat, nicht nur, weil Lufthansa anders als viele internationale Airlines zu stolz für ein Vier-Augen-Prinzip im Cockpit war. All das hat den Familien auf grausame Weise geliebte Menschen entrissen."

mt

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