„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio
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„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio

5,6 Millionen aus Hauptzollamt gestohlen

Dreister Millionen-Diebstahl wird Thema bei Aktenzeichen XY - Täter weiter auf der Flucht

  • Richard Strobl
    vonRichard Strobl
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Einbrecher haben bei einem spektakulären Einbruch mehrere Millionen Euro erbeutet. Die Täter sind auf der Flucht. Die Polizei hat eine hohe Belohnung ausgeschrieben.

  • Ein dreister Einbruch erschüttert aktuell die Polizei in Duisburg.
  • Im Hauptzollamt erbeuteten der oder die Täter mehrere Millionen Euro.
  • Die Polizei fahndet mit Fotos und einer Belohnung nach den Tätern.

Aktenzeichen XY: Neues Fahndungsfoto veröffentlicht

Update vom 17. November, 16.24 Uhr: Die Polizei Nordrhein-Westfalen hatte in der landesweiten Fahndung zum Fall bereits Fahndungsfotos eines der drei mutmaßlichen Täters veröffentlicht (siehe Erstmeldung unten). Er wurde von einem Zeugen beobachtet. Ermittlungen zum Kennzeichen Wagen, in dem der Tatverdächtige den Tatort verließ, ergaben nun, dass es sich bei dem Auto um einen Toyota Avensis, genauer einen schwarzen Toyota Avensis (Kombi), Modellreihe T27, Produktionszeitraum 2012 bis 2015, handelt. Hierzu wurde ein neues Fahndungsfoto veröffentlicht.

Tatverdächtiger mit Toyota Avensis (Fahndungsfoto).

Einbruch wird Thema bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“

Update vom 16. November, 17.52 Uhr: Die Suche nach einer Einbrecherbande, die bei einem spektakulären Coup 6,5 Millionen Euro aus dem Hauptzollamt in Emmerich (NRW) gestohlen hat, wird zum Fokus der neuen Folge „Aktenzeichen XY... ungelöst“. Die neueste Ausgabe der ZDF-Sendung soll dabei helfen, weitere Hinweise zur Ergreifung der Täter zu sammeln. Das teilte die Produktionsfirma am Montag mit. Am 1. November hatten sich mehrere Unbekannte mithilfe eines Kernbohrers Zugang zum Tresorraums des Zollamts verschafft und aus diesem 6,5 Millionen Euro entwendet. Die Ermittler haben eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt.

Spektakulärer Einbruch in Hauptzollamt - Täter erbeuten 6,5 Millionen Euro

Duisburg - Ein spektakulärer Einbruch sorgt aktuell für Schlagzeilen in Deutschland. Mehrere Täter verschafften sich dabei Zugang zum Hauptzollamt Duisburg, Dienstort Emmerich im Kreis Kleve, und erbeuteten ganze 6,5 Millionen Euro. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Täter sind demnach weiter auf der Flucht. Nun wurde eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos eingeleitet, wie auch beim Millionen-Raub in München. Zudem setzte die Zollverwaltung eine Belohnung von 100.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen oder aber zur Wiederbeschaffung der Beute.

Dreister Einbruch in Duisburg: Zeugin wird von Lärm geweckt

Bereits am 4. November informierte die Polizei über den Einbruch im Hauptzollamt. Dabei wurden allerdings viele Details nicht genannt. So hieß es lediglich, dass sich unbekannte Täter in der Zeit von „Freitagnachmittag (30. Oktober 2020, 15:30 Uhr) bis Montagmorgen (2. November 2020, 05:25 Uhr) gewaltsam Zutritt zum Gebäude des Hauptzollamtes“, verschafft haben. Zunächst vermutete man, dass die Täter durch ein Tür aufs Gelände gekommen seien und dort mit Werkzeug eine Kellertür geöffnet hätten.

Da eine Zeugin gegen sechs Uhr morgens durch laute Geräusche geweckt wurde, konnte man später weitere Details vermelden: „Sie hat drei dunkel gekleidete Personen beobachtet, die Gegenstände aus dem Gebäude des Hauptzollamtes in einen hellen bzw. weißen Transporter mit Klever Kennzeichen (KLE) gebracht haben.“ Der Transport soll am hellichten Tag, gegen zehn Uhr weggefahren sein.

Einbruch im Hauptzollamt Duisburg: Polizei verrät schockierende Details

Doch erst jetzt verriet die Polizei das ganze Ausmaß des Einbruchs. Nach neuesten Erkenntnissen wurde der Einbruch „professionell geplant und durchgeführt“. Drei unbekannte Täter setzten demnach einen Kernbohrer ein, um im Keller des Zollamtes von einem Nebenraum in den Tresorraum zu gelangen. Dort stahlen sie anschließend ganze 6,5 Millionen Euro.

Neue Brisanz erhielt der Fall nun, da ein weiterer Zeuge am Tag der Tat einen auffälligen Mann beobachtete. Dieser lief demnach in der Nähe des Zollamtes auffällig auf und ab. Deshalb schoss der Zeuge Fotos von dem Mann. Später soll der Mann dann in ein Auto gestiegen sein und in die gleiche Richtung gefahren sein, in die auch der weiße Transporter gefahren war.

Polizei Duisburg fahndet mit Fotos - Belohnung ausgesetzt

Mit den Fotos hat die Polizei nun eine öffentliche Fahndung eingeleitet. Zudem hat das Zollamt eine Belohnung ausgesetzt.

Wörtlich vermeldet die Polizei: „Die Zollverwaltung hat für Hinweise, die zur Feststellung, Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter und/oder zur Wiedererlangung der entwendeten Gelder führen, eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt.“

Auch in europäischen Museen wurden bei Diebstählen Millionen erbeutet.*(rjs) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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