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Die jüdische Gemeinde in Westindien läuft Sturm gegen den Geschäftsführer des Ladens namens "Hitler".

Marketing-Gag oder Unwissenheit?

Empörung: Klamottenladen heißt "Hitler"

Ahmedabad - Der Inhaber eines Geschäftes für Männerkleidung in Indien hat seinen Laden ausgerechnet "Hitler" genannt. Auch nach Protesten will er den Namen nur unter einer Bedingung ändern.

Wie kommt man nur auf so eine Idee? Der Inhaber eines Klamottenladens in der westindischen Stadt Ahmedabad hat sein Geschäft auf den Namen "Hitler" getauft. Das Logo mit dem Nachnamen eines der größten Verbrecher der Menschheit ist in schlichten Großbuchstaben gehalten, in dem Punkt über dem "i" findet sich ein rotes Hakenkreuz. Wie der Telegraph berichtet, ist der Aufschrei in der jüdischen Gemeinde groß. Sie verlangt eine sofortige Namensänderung von Rajesh Shah - doch der Mann, der aus dem Verkauf von Hemden und Hosen ein Politikum gemacht hat, gibt sich unschuldig.

Bis vor kurzem habe er gar nicht gewusst, wer dieser Hitler war, behauptet er. Vielmehr habe der Großvater seines Geschäftspartners diesen Spitznamen getragen, weil er stets so streng und penibel gewesen sei. Doch kaum einer will dem Mann diese Erklärung abnehmen. Alles nur eine clevere Marketing-Idee, um Aufmerksamkeit für sein Geschäft zu bekommen, vermuten viele.

So ohne Weiteres will Shah sich jedenfalls keinen neuen Namen für sein Geschäft einfallen lassen. Schließlich habe er umgerechnet etwa 570 Euro in die Markise und in Visitenkarten mit dem Logo investiert, argumentiert er. Diese Summe solle man ihm bitte ersetzen, sonst würde der Name des ehemaligen Diktators weiterhin über der Eingangstür hängen.

hn

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