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Der Straßenbauarbeiter Ivan Milat hatte Anfang der 90er Jahre sieben Rucksacktouristen ermordet und ihre Leichen im Wald von Belanglo südwestlich von Sydney verscharrt.

"Geschmacklos"

Empörung über Gruseltour im Mörderwald

Belanglo - Eine von einem Veranstalter angebotene nächtliche Grusel-Tour für Touristen an den Ort mehrerer Morde im Belanglo State Forest hat in Australien Empörung ausgelöst. 

Das Unternehmen "Goulburn Ghost Tours" hatte für nächtliche Besuche im Belanglo State Forest geworben, wo der Mörder Ivan Milat Anfang der 90er Jahre die Leichen von drei Deutschen, zwei Briten und zwei Australiern verscharrt hatte. Der Premierminister des Bundesstaates New South Wales, Mike Baird, zeigte sich am Dienstag schockiert. Die Touren seien "geschmacklos und absolut empörend". Baird kündigte an, dem Veranstalter werde die Genehmigung für Touren in dem staatlichen Waldgebiet verweigert werden.

Robyn Cotterell-Jones von der australischen Hilfsorganisation für die Angehörigen von Verbrechensopfern beklagte die makaberen Grusel-Touren. Es sei sehr verletzend für die Hinterbliebenen der Mordopfer, wenn "Leute über diese Stätten trampeln".

Der Straßenbauarbeiter Ivan Milat hatte Anfang der 90er Jahre sieben Rucksacktouristen ermordet und ihre Leichen im Wald von Belanglo südwestlich von Sydney verscharrt. Er wurde 1996 zu lebenslanger Haft verurteilt. 2010 tötete dann ein Großneffe von Milat im selben Wald einen 17-jährigen Mitschüler mit einer Axt. Er wurde zu mindestens 30 Jahren Gefängnis verurteilt.

afp

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