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Türkische Sicherheitskräfte haben am Samstagmorgen das entführte Fährschiff “Kartepe“ gestürmt und den Entführer getötet.

Sicherheitskräfte beenden zwölfstündiges Geiseldrama

Ankara - Türkische Sicherheitskräfte haben am Samstag ein zwölfstündiges Geiseldrama beendet und den Entführer einer Passagierfähre erschossen. Dieser trug Sprengstoff bei sich.

Bei dem Täter handelte es sich nach Behördenangaben um einen kurdischen Rebellen. Sicherheitskräfte hatten am Morgen die Fähre “Kartepe“ vor der türkischen Hafenstadt Silivri westlich von Istanbul gestürmt und den Täter getötet. Die 24 Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.

Der Täter habe 450 Gramm des Plastiksprengstoffs A4 bei sich gehabt, sagte der türkische Innenminister Idris Naim Sahin. Der Entführer sei im kurdisch geprägten Südosten des Landes geboren und habe sich nach seiner Flucht vor dem Militär 2009 den kurdischen Rebellen angeschlossen.

Zuvor hatte der Gouverneur der Provinz Kocaeli, Ercan Topaca, gesagt, der Täter sei unbewaffnet gewesen und habe lediglich eine Bombenattrappe bei sich getragen.

Schiffe der Küstenwache und ein Hubschrauber waren der Fähre gefolgt, seit sie am Freitagabend im Marmarameer bei Izmit entführt worden war.

Türkische Sicherheitskräfte haben am Samstagmorgen das entführte Fährschiff “Kartepe“ gestürmt und den Entführer getötet.

Kommandoeinheiten seien heimlich an Bord der Fähre gegangen und hätten sich eine Weile als Passagiere ausgegeben, ehe sie das Schiff am Samstagmorgen stürmten und den Entführer töteten, sagte Sahin. Es sei unklar gewesen, ob der Entführer eine Waffe bei sich trug. “Wir haben stundenlang versucht, ihn zu überreden, sich zu ergeben. Aber er weigerte sich.“

Der staatliche Fernsehsender TRT berichtete, einige Passagiere seien während des Polizeieinsatzes ins Meer gesprungen.

Laut Bericht drei mutmaßliche Komplizen festgenommen

Laut TRT nahm die Polizei in Kocaeli drei mutmaßliche Komplizen des Entführers fest.

Die kurdischen Rebellen kämpfen seit 1984 gewaltsam für mehr Autonomie. Die PKK hat in jüngster Zeit ihre Angriffe im ganzen Land verstärkt, zahlreiche Soldaten und Zivilisten wurden getötet. Die türkischen Streitkräfte reagierten mit einer Luft- und Bodenoffensive gegen Rebellenstützpunkte im Nordirak.

dapd/dpa

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