+
Ein Hubschrauber über dem beschädigten Überlauf des Oroville-Staudamms. Foto: Florence Low/Planet Pix

Anwohner kehren zurück

Regen könnte beschädigten Stausee erneut belasten

Die Gefahr einer Flutkatastrophe am Oroville-Staudamm in Kalifornien scheint vorerst gebannt. Der Wasserspiegel sinkt, die Anwohner kehren in ihre Häuser zurück. Doch neuer Regen ist angesagt.

Sacramento (dpa) - Nach einer vorläufigen Entwarnung sind Tausende Anwohner unterhalb des Oroville-Staudamms in Kalifornien in ihre Häuser zurückgekehrt. Der Wasserspiegel des Stausees hatte sich zuvor dank kontrollierter Abflüsse gesenkt. Doch wird ab diesem Donnerstag neuer Regen erwartet.

Am Sonntag waren die Orte unterhalb der Staumauer aus Furcht vor einer verheerenden Flutkatastrophe evakuiert worden. 180 000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. US-Präsident Donald Trump rief für die Gegend den Notstand aus, um eine bessere Unterstützung des Bundes für die örtlichen Behörden zu ermöglichen.

Unterdessen arbeiteten Techniker an der Reparatur des Hauptablaufs und des Notablaufs des Stausees. Brüchige Stellen würden instandgesetzt und die Anlage befestigt, teilte die Wasserbehörde mit.

Trotz der Entspannung der Lage rief Sheriff Kory Honea die Anwohner weiterhin zur Vorsicht auf. Eine vollständige Entwarnung gab es nicht. Es könne jederzeit wieder nötig werden, die Häuser zu verlassen.

Für die Nacht zum Donnerstag sagt der Wetterdienst erneut schwere Regenfälle voraus, die die Abflusskanäle erneut belasten könnten. Nach wochenlangen Stürmen in Kalifornien sind viele Seen und Wasserreservoirs bis an den Rand gefüllt. 

Polizei auf Facebook

Wasserbehörde DWR auf Twitter

Mitteilung von Gouverneur Jerry Brown

Bericht "Sacramento Bee"

Bericht "Washington Post"

Wettervorhersage für Oroville

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zehntausende harren trotz Gefahr an Vulkan auf Bali aus
Jakarta (dpa) - Trotz unmittelbarer Gefahr harren auf der Ferieninsel Bali rund um den Vulkan Mount Agung immer noch mehrere zehntausend Menschen aus. Mehr als 62 000 …
Zehntausende harren trotz Gefahr an Vulkan auf Bali aus
Zelle statt Wahlkabine - so schnappte die Polizei einen Betrunkenen
Ein 46-Jähriger wollte am Sonntagabend eigentlich nur seine Stimme bei der Bundestagswahl abgeben. Am Ende landete der betrunkene Mann im Knast.
Zelle statt Wahlkabine - so schnappte die Polizei einen Betrunkenen
Goldenes Hinterteil - Mann beim Schmuggeln erwischt
In Sri Lanka haben Grenzbeamten einen Mann beim Schmuggeln erwischt. Fundort und Menge der „heißen Ware“ war aber außergewöhnlich.
Goldenes Hinterteil - Mann beim Schmuggeln erwischt
Transsexueller Mann darf sich nicht als Vater eintragen lassen
Mutterschaft und Vaterschaft sind rechtlich nicht beliebig untereinander austauschbar. So urteilte der Bundesgerichtshof im Fall eines Transsexuellen.
Transsexueller Mann darf sich nicht als Vater eintragen lassen

Kommentare