+
Autos fahren an zerstörten Gebäuden und vom Erdbeben schiefen Strommasten vorbei

Stärke 6,1 auf der Richterskala

Erdbeben im Iran: Mehr als 30 Tote

Teheran - Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat den Iran erschüttert. Mehr als 30 Menschen starben, über 850 wurden verletzt. Das Beben war auch in Bahrain und Katar zu spüren.

Bei einem Erdbeben im Süden des Iran sind nach einem Bericht des Staatsfernsehens mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen und 850 weitere verletzt worden. Das Beben in der Provinz Buschehr am Dienstag erreichte demnach die Stärke 6,1. Der in der Region am Persischen Golf gelegene, erste vom Iran gebaute Atomreaktor des Landes sei nicht beschädigt worden, sagte Provinzgouverneur Fereidun Hassanwand dem Sender.

Das Zentrum des Bebens lag den Angaben zufolge in der Stadt Kaki, rund 100 Kilometer von der Provinzhauptstadt Buschehr entfernt. 100 Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Hassanwand. Viele Menschen in Kaki seien in Panik auf die Straße gelaufen, berichtete ein Bewohner der Nachrichtenagentur AP.

Bebeben war unter anderem auch in Bahrain und Katar zu spüren

In Teilen der Region waren die Menschen von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten. Die Behörden versuchten mit Hilfe von Hubschraubern noch vor Sonnenuntergang einen Überblick über die Schäden zu bekommen, sagte der Leiter für Rettungseinsätze beim Roten Halbmond, Mohammad Mosaffar. Im ganzen Land wurde eine dreitägige Trauerperiode ausgerufen.

Das Beben war auch noch auf der anderen Seite des Persischen Golfes, in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zu spüren. In Katar wurden Arbeiter in Sicherheit gebracht, die an Hochhäusern Bauarbeiten durchführten.

Bereits am Sonntag hatte ein leichteres Erdbeben die seismisch aktive Zone erschüttert. 2003 waren bei einem Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Landes rund 26.000 Menschen getötet worden.

AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zwölf Anzeigen: Illegale Prostitution boomt zur Wiesnzeit
Die Wiesn lockt nicht nur Feierwütige nach München, auch der Rotlichtbereich möchte an dem Spektakel mitverdienen. Bisher wurden elf Frauen und ein Mann wegen illegaler …
Zwölf Anzeigen: Illegale Prostitution boomt zur Wiesnzeit
Gericht: Mindestlohn gilt auch an Feiertagen
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass der Mindestlohn auch an Feiertagen gilt. Eine Montagearbeiterin aus Sachsen hatte sich zuvor erfolgreich durch alle …
Gericht: Mindestlohn gilt auch an Feiertagen
"Zwangsjacke der Geschlechterrollen" kann krank machen
Geschlechterrollen - und klischees gibt es überall auf der Welt. Prägt das auch schon sehr junge Menschen? Forscher haben Kindern an der Schwelle zur Pubertät zugehört.
"Zwangsjacke der Geschlechterrollen" kann krank machen
Wissenschaftler: Lage der Sprache Deutsch ist gut
Sprachen verändern sich ständig. Forscher halten den Wandel für nicht zu stoppen. Ausgewählte Sprachformen sind nun für einen neuen Bericht zur Lage des Deutschen …
Wissenschaftler: Lage der Sprache Deutsch ist gut

Kommentare