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Seit August war Mittelitalien von mehreren schweren Erdbeben erschüttert worden. Fast 300 Menschen kamen ums Leben. 

Vatikan ist empört

„Erdbeben ist Strafe Gottes“ - Moderator sorgt für Eklat

Rom - Mit Empörung hat der Vatikan auf die Bemerkung eines Radio-Moderators reagiert, wonach es sich bei den Erdbeben in Italien um eine göttliche Strafe für die Legalisierung der Homo-Ehe handeln könnte.

„Dieser Kommentar beleidigt die Gläubigen“, sagte der hochrangige Kurienvertreter Erzbischof Angelo Becciu der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Freitag.

Während einer Sendung am Donnerstag hatte der „Radio Maria“-Moderator Giovanni Cavalcoli Naturkatastrophen als „Gottes Strafe für die Erbsünde“ bezeichnet. Solche Unglücke könnten auch Gesetze rügen, die sich gegen die kirchlichen Lehren zu Ehe, Familie und Sexualmoral richteten. In Italien war erst Ende Juli ein neues Gesetz zur Anerkennung homosexueller Partnerschaften in Kraft getreten.

Die Bemerkungen des Moderators seien „vorchristlich“ und widersprächen dem von Christus überlieferten Bild Gottes, sagte Becciu. Der Sender distanzierte sich derweil auf seiner Webseite von den „inakzeptablen“ Ansichten des Moderators, die sich gegen die Gnadenbotschaft der katholischen Kirche richteten. Seine Sendung sei bis auf weiteres eingestellt worden.

Seit dem 24. August war Mittelitalien von mehreren Erdbeben heimgesucht worden, bei denen fast 300 Menschen ums Leben kamen und Tausende ihre Häuser und Wohnungen verloren.

dpa

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