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Das Team des THW soll in Japan vorrangig bei der Ortung und Rettung von verschütteten Menschen behilflich sein.

THW schickt erste Hilfsmannschaft nach Japan

Hahn - Die erste deutsche Hilfsmannschaft des Technischen Hilfswerks ist am Samstagmittag von Rheinland-Pfalz aus in Richtung japanisches Krisengebiet gestartet.

Die Maschine mit 38 Helfern, drei Spürhunden und zwölf Tonnen Material an Bord hob gegen 13.30 Uhr vom Flughafen Hahn ab. Der Abflug hatte sich um fast eine Stunde verzögert, weil die Ladung wegen der Explosion in dem japanischen Kernkraftwerk zuvor noch sogenannte Dosimeter zur Messung radioaktiver Strahlung herbeigeschafft werden mussten.

Das Team soll in Japan vorrangig bei der Ortung und Rettung von verschütteten Menschen behilflich sein. Das konkrete Einsatzgebiet werde aber erst nach der Ankunft am Sonntagmorgen um 08.00 Uhr Ortszeit abgeklärt, hieß es.

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THW-Präsident Albrecht Broemme sprach angesichts der dreifachen Gefahr durch Nachbeben, Tsunami und radioaktiver Strahlung von einer “auch für den Katastrophenschutz besonderen Situation“. Essei klar, dass die deutschen Hilfskräfte “selbstverständlich nicht“ in radioaktiv verseuchte Gebiete geschickt werden. “Die Japaner würden nichts riskieren, um Ausländer zu gefährden“, versicherte Broemme. Falls sich die Lage vor Ort verschärfe und das Team gefährdet sei, würde man es sofort zurückrufen. Die Stimmung in der Rettungsmannschaft, die größtenteils aus Freiwilligen besteht, sei “den Umständen entsprechend gut“, sagte der Präsident des Technischen Hilfswerks. Man habe genug Ausrüstung und Verpflegung dabei, um 10 bis 14 Tage vor Ort autark zu sein. Die genaue Aufenthaltsdauer des THW-Teams sei jedoch noch ungewiss.

Satellitenbilder aus Deutschland sollen Japan helfen

Satellitendaten aus Deutschland sollen beim Katastrophenmanagement in Japan helfen. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München arbeiteten am Samstag auf Hochtouren an der Auswertung, die am späten Nachmittag vorliegen soll. “Die Kollegen haben auch heute Nacht gearbeitet“, sagte DLR-Sprecher Andreas Schütz.

Die Bilder aus dem All sollen unter anderem zeigen, wo Überschwemmungsgebiete liegen, welche Schäden es gegeben hat und welche Straßen und Wege noch benutzt werden können. “Die Daten sollen Aufschluss geben über Möglichkeiten des Katastrophenmanagements und der Katastrophenhilfe.“ Hinweise auf die Lage an den Atomkraftwerken Japans werden die Bilder aber nicht liefern.

21 000 Menschen weiter in Notunterkünften in Japan

Einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami haben am Samstag noch immer 21 000 Menschen in Japan in Notunterkünften zugebracht. In der schwer betroffenen Provinz Miyagi fehlte laut Medien von 10 000 Menschen jedes Lebenszeichen. In fünf Provinzen betrieben Einsatzkräfte 1340 Notlager für die Opfer. Die Regierung befürchtet mehr als 1000 Todesopfer.

Nachbeben hielten die Menschen des Landes auch in weit vom Epizentrum entfernten Gegenden in Atem. Derweil begannen die Einsatzkräfte mit ersten Aufräumarbeiten. Wann die verwüsteten Gebiete wieder zur Normalität zurückkehren, ist noch nicht abzuschätzen. Regierungschef Naoto Kan, der die Katastrophenregion am Samstag per Helikopter besuchte, rief seine Bürger auf, das beispiellose Desaster gemeinsam zu überwinden.

dapd/dpa

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