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Ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) besteigt auf dem Flugplatz Tokyo-Narita den Bus, mit dem es in den Norden fahren will.

THW-Team ist unterwegs ins Erdbebengebiet

Berlin - Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami sind deutsche Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) vom Flughafen in Tokio aus in den Westen Japans aufgebrochen.

THW-Einsatzleiter Klaus Buchmüller sagte am Sonntag in der ARD, das Team wolle in Absprache mit der japanischen Regierung in dem Katastrophengebiet nach verschütteten Menschen suchen. Die Maschine mit 38 Helfern, 3 Spürhunden und 12 Tonnen Material an Bord war in der Nacht in Tokio eingetroffen.

Bilder: Japan am Tag 1 nach der Katastrophe

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THW-Präsident Albrecht Broemme sprach angesichts der dreifachen Gefahr durch Nachbeben, Tsunami und radioaktiver Strahlung von einer “auch für den Katastrophenschutz besonderen Situation“. Es sei klar, dass die deutschen Hilfskräfte “selbstverständlich nicht“ in radioaktiv verseuchte Gebiete geschickt werden. “Die Japaner würden nichts riskieren, um Ausländer zu gefährden“, versicherte Broemme.

Buchmüller sagte, der ebenfalls geplante Einsatz im Nordosten des Landes sei aus Sicherheitsgründen verworfen worden. Die japanische Seite habe erklärt, dass dies angesichts der möglicherweise verstrahlten Gebiete in der Nähe der dortigen beschädigten Kernkraftwerke nicht möglich sei.

Der Start des THW-Teams vom Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz hatte sich am Samstagmittag verzögert, weil für die Ladung wegen der Explosion in dem japanischen Kernkraftwerk zuvor noch sogenannte Dosimeter zur Messung radioaktiver Strahlung herbeigeschafft werden mussten.

Australien verlangt bessere Aufklärung über Atomgefahr

Australien verlangt von Japan volle Aufklärung über die Bedrohung, die von dem beschädigten Atomkraftwerk ausgeht.

Der australische Außenminister Kevin Rudd habe bereits mit seinem japanischen Kollegen Takeaki Matsumoto telefoniert, sagte Rudd am Sonntag im Rundfunk ABC. “Wir und alle anderen Länder brauchen dringend weitere Informationen über den genauen Status dieser Reaktoren“, sagte Rudd. “Wir brauchen weitere Angaben über die technischen Aspekte und die Sicherheitsaspekte von der japanischen Regierung.“

dapd/dpa

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