Messerstecher von Grafing: Das Urteil ist gefallen

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Seltenes "Schwarm"-Phänomen

Hunderte Erdbeben erschüttern Kalifornien

San Diego - Kalifornien ist von einem "Erdbebenschwarm" mit mehr als 100 Erdstößen erschüttert worden. Es gibt kaum Schäden, doch in den nächsten Tagen wird mit tausenden solcher Ereignisse gerechnet.

Eine Serie von mehreren Dutzend kleinen und mittelstarken Erdbeben hat am Sonntag den Süden Kaliforniens erschüttert. Nach dem ersten Beben mit einer Stärke von 3,1 folgten im Minutentakt weitere Erdstöße. Das größte Beben hatte eine Stärke von 5,3. Keines von ihnen richtete aber schwere Schäden an. Auch Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Das Beben hatte sein Zentrum etwa fünf Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Brawley im Bezirk Imperial, wie der Geophysiker Paul Caruso erklärte. In Brawley sei es an mehreren Häusern zu kleineren Schäden gekommen, teilte die örtliche Polizei mit. Das Geologische Amt der USA zählte insgesamt mindestens 100 Nachbeben. Sie waren teilweise auch noch in rund 200 Kilometern Entfernung zu spüren.

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Die Erschütterungen im Imperial Valley seien die größte dort registrierte seismische Aktivität seit den 1970er Jahren gewesen, erklärte die Seismologin Lucy Johnson von der US-Behörde USGS. Sie sprach von einem „Schwarm“ von Beben. Solche „Erdbebenschwärme“ seien charakteristisch für die Region. In den nächsten Tagen sei mit Tausenden solcher Ereignisse zu rechnen, meinte sie.

Der Direktor des Südkalifornischen Erdbebenzentrums, Thomas Jordan, erklärte laut „Los Angeles Times“, dies sei ein „sehr aktiver Schwarm“ gewesen. Am Südrand des San Andreas Grabens sei das nicht ungewöhnlich. Dort habe es solche Phänomene schon früher gegeben. Erdbebenschwarm oder Schwarmbeben bezeichnet eine Häufung von Erdstößen in einem Gebiet und einem bestimmten Zeitraum.

Kalifornien ist besonders anfällig für Erdbeben. Wissenschaftler rechnen damit, dass der US-Staat jederzeit von einem Jahrhundertbeben - dem sogenannten „Big One“ - getroffen werden könnte.

dapd/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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