+
Rettungskräfte versuchen einen Mann aus den Trümmern zu befreien.

Große Schäden

Erdbeben auf Philippinen: Immer mehr Tote

Manila - Nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist die Zahl der Opfer neuen Angaben zufolge inzwischen auf mehr als 70 Menschen gestiegen.

Erst war von rund 20 Toten die Rede, neuen Angaben zufolge sollen bei dem Erdbeben aber mehr als 70 Menschen getötet worden sein. Es seien 77 Todesopfer gezählt worden, teilten die Behörden am Dienstag mit. Das Beben der Stärke 7,1 hatte am frühen Morgen eine auch von vielen Touristen besuchte Region im Zentrum des Landes erschüttert.

Der Großteil der Todesopfer wurden nach Angaben des örtlichen Polizeichefs Dennis Agustin auf der Insel Bohol geborgen, wo das Epizentrum des Bebens lag. Auf den benachbarten Inseln Cebu und Siquijor gab es insgesamt mindestens 16 Tote. Einwohner und Touristen auf Bohol berichteten, dass alte Kirchen und moderne Gebäude beschädigt wurden.

Das Beben der Stärke 7,2 war nach Angaben des philippinischen Vulkan-Instituts im Umkreis von hunderten Kilometern deutlich zu spüren. In der 60 Kilometer entfernten Stadt Cebu stürzten Gebäude ein, wie der lokale Katastrophenschutz berichtete. Drei der ältesten katholischen Kirchen im Land wurden beschädigt, ebenso zwei Flughäfen und der Hafen von Tacloban.

„Wir saßen beim Frühstück, als der Boden anfing zu beben“, berichtete die Landesschefin der Hilfsorganisation Plan, Rachelle Nuestro. „Es war so schlimm, wir sind sofort auf die Straße gerannt. Ich sah Stromleitungen hin- und herschwingen und viele Menschen auf der Straße.“ Das Beben ereignete sich um 8.12 Uhr Ortszeit (2.12 Uhr MESZ) 630 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila auf der Insel Bohol. In der Umgebung leben mehr als 50 000 Menschen.

Bilder vom Unglücksort

Schweres Erdbeben wütet auf Philippinen

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln. In der Region reiben drei verschiedene Erdplatten aneinander. Es passieren häufig Erdbeben. Die Folgenschwersten der jüngeren Zeit waren 1976 das Beben der Stärke 7,6 im Golf von Moro im Süden des Landes. Dabei kamen 7000 Menschen um. Ein gleichstarkes Beben 1990 in Luzon im Norden forderte 2400 Menschenleben.

dpa/AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Privatjet verunglückt bei Notlandung in Istanbul - Leichtverletzte
Ein Privatflugzeug ist bei einer Notlandung auf dem Istanbuler Atatürk-Flughafen von der Piste abgekommen und in Brand geraten.
Privatjet verunglückt bei Notlandung in Istanbul - Leichtverletzte
Nach Erdbeben in Mexiko: Keine Kinder mehr unter den Trümmern von Schule
Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit mindestens 233 Toten wird in Mexiko weiter fieberhaft nach Überlebenden gesucht. Die Zahl der Opfer steigt stündlich.
Nach Erdbeben in Mexiko: Keine Kinder mehr unter den Trümmern von Schule
Hartnäckigkeit ist babyleicht zu lernen
Sich anstrengen und bemühen, nicht so schnell aufgeben - das gilt in unserer und vielen anderen Gesellschaften als erstrebenswert. Schon kleine Kinder können …
Hartnäckigkeit ist babyleicht zu lernen
Mindestens 250 Erdbebentote in Mexiko
Der Präsident dankt der Bevölkerung: "Tapfer und mit Solidarität" hätten die Mexikaner auf das Erdbeben reagiert. Die Suche nach Überlebenden in den Trümmern ist ein …
Mindestens 250 Erdbebentote in Mexiko

Kommentare