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Geophysiker in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover. In Niedersachsen ist es zu einem Erdbeben der Stärke 3,0 gekommen. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

War Erdgasförderung Auslöser?

Leichtes Erdbeben in Niedersachsen

Im Landkreis Nienburg/Weser hat die Erde gewackelt. Ein Experte gab die Stärke des Bebens mit 3,0 an. Die Polizei gab erst mal Entwarnung.

Nienburg/Weser (dpa) - In Niedersachsen hat es am Donnerstagabend ein leichtes Erdbeben gegeben. Das Zentrum habe nahe Uchte im Kreis Nienburg/Weser - unweit der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen - gelegen, sagte der Seismologe Ole Roß von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.

Er gab die Stärke des Bebens, das sich um 17.36 Uhr ereignet habe, mit 3,0 an. Ein solches Beben könne zu geringen Gebäudeschäden führen, und es sei als Knall oder Donnergrollen wahrnehmbar.

Nach Informationen der Polizei in Nienburg lag die Erdbebenstärke bei 3,3. Demzufolge lag das Zentrum in Stolzenau, einer Nachbargemeinde von Uchte. Polizei und Feuerwehr seien keinerlei Schäden bekannt geworden, sagte ein Polizeisprecher. Ihm zufolge war das Beben wohl auch nur für Messgeräte zu spüren.

Seismologe Roß sagte, als Erdbebenursache sei ein Zusammenhang mit Erdgasförderung denkbar. Dies sei zumindest bei früheren Beben in Niedersachsen wahrscheinlich gewesen. In der Region Nienburg sei das aber eher überraschend.

Nach einer online verfügbaren Übersicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover gab es am 22. April 2016 im Landkreis Verden sowie am 19. Dezember 2014 im Landkreis Cloppenburg jeweils Beben der Stärke 3,1.

Zu dem Beben vom April 2016 hatte die Behörde später mitgeteilt, dass es "sehr wahrscheinlich auf die Erdgasförderung im Erdgasfeld Völkersen zurückzuführen" sei. "Es ist davon auszugehen, dass der Druckabfall, der durch die Förderung von Erdgas entstanden ist, zu Spannungen im tiefen Untergrund führte, die impulsartig abgebaut wurden."

Übersicht Erdbeben Niedersachsen

Mitteilung zum Erdbeben vom 22. April 2016

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