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Die italienische Region Molise südöstlich von Rom wurde von einem Erdbeben. Foto: Oliver Berg/Archiv

Kleine Schäden und Nachbeben

Erdbeben der Stärke 5,1 in Italien

Alle Augen sind auf die Brückenkatastrophe in Genua gerichtet - da bebt die Erde 300 Kilometer östlich von Rom. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder schwere Schäden.

Montecilfone (dpa) - Ein Erdbeben hat am Donnerstagabend die italienische Region Molise südöstlich von Rom erschüttert. Die nationale Erdbebenwarte gab die Stärke mit 5,1 an. Das Beben ereignete sich um 20.19 Uhr in 4 Kilometer Tiefe.

Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte. Es würden alle notwendigen Überprüfungen durchgeführt, teilte der Zivilschutz mit. Unmittelbar nach dem Erdstoß hatten die Experten noch eine Stärke von 5,2 angegeben.

Bislang seien nur Schäden kleinen Ausmaßes festgestellt worden, teilte der Zivilschutz am späten Abend mit. Nach dem Erdstoß gab es mehrere kleine und auch ein stärkeres Nachbeben von 4,5.

Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete über leichte Schäden wie Risse in den Wänden der Häuser in den Ortschaften nahe des Epizentrums. Es lag dem Zivilschutz zufolge zwischen den Orten Montecilfone, Guglionesi und Palata in der Provinz Campobasso.

"Gott sei Dank, dass ich keine Berichte darüber bekomme, dass sich Leute verletzt haben", sagte der Bürgermeister von Montecilfone Franco Pallota dem Sender SkyTG24, dessen Stadt die nächstgelegene am Epizentrum ist.

In der Stadt Larino seien die Menschen aus Panik auf die Straße gelaufen. Dort seien bislang keine Schäden festgestellt worden. Dieselbe Region war am Dienstag von einem Beben der Stärke 4,7 erschüttert worden.

Italien wurde schon oft von heftigen Erdstößen erschüttert. Das mittlere Italien ist zum Beispiel eine derjenigen Regionen in Europa, die besonders häufig heimgesucht werden. Dort starben bei einem verheerenden Beben vor zwei Jahren fast 300 Menschen rund um die Stadt Amatrice. In den Folgemonaten kam die Region nicht zur Ruhe, die Erde bebte immer wieder. Nur etwas weiter südlich hatten im Jahr 2009 Erdstöße die Stadt L'Aquila teils verwüstet, es gab mehr als 300 Tote. Das Zentrum ist auch fast zehn Jahre später größtenteils unbewohnt und gleicht einer Baustelle.

Grund für die Beben sind riesige Spannungen, die sich im Untergrund aufbauen. Denn der "Adriatische Sporn" - ein Anhängsel der afrikanischen Erdplatte - reibt sich hier an der eurasische Platte. Auch deshalb haben sich Italiens Mittelgebirge aufgefaltet. Die enormen Energien können sich entladen.

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