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Bei dem Erdbeben in Costa Rica stürzten am Mittwoch Häuser ein.

Tsunamiwarnung

Erdbeben vor Costa Rica fordert Todesopfer

Washington - Erdbebenalarm in Costa Rica: Ein Erdstoß und mehrere Nachbeben erschütterten das Land. Das Beben forderte mindestens zwei Todesopfer. Eine zunächst ergangene Tsunamiwarnung wurde später aufgehoben.

Eine 55-jährige Frau starb an einem Herzversagen in der Provinz Guanacaste, in der das Epizentrum des Bebens lag, wie die Vorsitzende des Katastrophenschutzes CNE auf einer Pressekonferenz mitteilte. Ein Bauarbeiter sei außerdem bei dem Zusammenbruch des Gebäudes umgekommen, an dem er gearbeitet hatte.

Der Erdstoß hat in der von Touristen vielbesuchte Halbinsel Nicoya Schäden in einigen Gebäuden und auf Landstraßen verursacht. Telefon- und Stromleitungen wurden zum Teil unterbrochen.

Zu dem Beben kam es nach Angaben der US-Erdbebenwarte am Morgen um 08.42 Uhr (Ortszeit) in einer Tiefe von 41 Kilometern. Das Epizentrum lag demnach etwa 60 Kilometer von der Stadt Liberia und 140 Kilometer von der Hauptstadt San José entfernt.

Eine Tsunamiwarnung wurde neben Costa Rica auch für die gesamte Pazifikküste von Mexiko bis Chile herausgegeben, wenige Stunden später jedoch wieder aufgehoben.

In der Hauptstadt von Costa Rica, San José, kam es zu Panikszenen. Telefon- und Stromleitungen wurden demnach unterbrochen, das Internet war auch gestört. In Nicaragua waren einige Orte aus Angst vor einem Tsunami evakuiert worden.

In der nicht weit vom Epizentrum entfernten Kleinstadt Hojancha stürzten nach Angaben einer Behördensprecherin einige Häuser ein. Erdrutsche blockierten zudem zwei Straßen. „Bisher haben wir keine Opfer zu beklagen“, sagte Kenia Campos der Nachrichtenagentur AP. Die Menschen hätten aber große Angst gehabt. Ein derart heftiges Beben habe es in der Region seit mehr als 50 Jahren nicht gegeben, sagte Campos.

Aus der Großstadt San José wurden zunächst keine Schäden gemeldet. In der Stadt herrsche aber Chaos, weil das Erdbeben so lange angehalten habe, sagte Douglas Salgado vom nationalen Katastrophenschutz. Seinen Angaben zufolge war es zunächst schwierig, das am stärksten betroffene Gebiet im Nordwesten des Landes zu erreichen. Um das Ausmaß eventueller Schäden aus der Luft zu überblicken, seien Flugzeuge losgeschickt worden.

Das Pacific Tsunami Warning Center gab zunächst eine Warnung für Costa Rica, Panama, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Guatemala, Peru und Chile heraus. Wenige Stunden später wurde die Warnung aufgehoben.

Im April 1983 hatte ein Erdstoß der Stärke 7,4 in Costa Rica und Panama mehr als 100 Menschenleben gefordert

dapd/dpa

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