Starkes Erdbeben vor Sumatra ohne Schäden

Berlin - Das Seegebiet vor der Westküste Sumatras ist am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert worden. Es soll aber keine Schäden gegeben haben.

Nach einem starken Erdbeben mit Tsunamiwarnung vor Sumatra haben die Behörden Entwarnung gegeben. “Uns sind bislang keine Verletzten oder Schäden gemeldet worden“, sagte der Sprecher des Katastrophenschutzes, Sutopo Nugroho, am Mittwoch. Das Beben hatten nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,3, nach indonesischen Angaben von 7,1.

Am zweiten Weihnachtstag 2004 hatte ein schweres Beben vor Sumatra einen verheerenden Tsunami ausgelöst. Rund um den Indischen Ozean starben damals 230 000 Menschen, 170 000 davon auf Sumatra.

Das jetzige Beben ereignete sich um Mitternacht (19.37 Uhr MEZ) und riss tausende Menschen aus dem Schlaf. In der Provinzhauptstadt Banda Aceh heulten nach Medienberichten Sirenen. Die Menschen rannten auf die Straßen und in höher gelegene Gebiete, um sich in Sicherheit zu bringen. “Die Menschen wachten auf und rannten in Panik aus ihren Häusern“, erzählte ein Einwohner. “Diese Leute haben schon einmal einen Tsunami erlebt.“ Die Tsunamiwarnung wurde nach einer Stunde aufgehoben. Aceh sei sicher, sagte der Chefmeteorologe der Provinz, Sahan. Wie viele Indonesier hat er nur einen Namen.

Er kritisierte jedoch, dass die Behörden an einigen Orten der Provinz keinen Tsunamialarm ausgelöst hatten. Auch in Teilen von Banda Aceh sei dies der Fall gewesen. Die Katastrophenschutzbehörde in Aceh teilte mit, ein Alarm sei dort nicht notwendig gewesen, da das Epizentrum des Bebens weit entfernt lag.

dpa

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