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Drei Menschen kamen bei einem Erdbeben der Stärke 5,9 ums Leben.

Erdbeben der Stärke 5,9 im Westen der Türkei

Istanbul - Die Provinz Kütahya im Westen der Türkei wurde am Donnerstagabend von einem Erbeben der Stärke 5,9 heimgesucht. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen drei Menschen ums Leben.

Ein Erdbeben hat den Westen der Türkei am Donnerstagabend erschüttert. Mindestens drei Menschen wurden Behördenangaben zufolge getötet und fast 100 verletzt.

Das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,9 lag nach Angaben des Kandilli-Observatoriums in Simav in der Provinz Kütahya. Das Beben war noch in Izmir an der Ägäisküste, in Bursa im Nordwesten des Landes, in Istanbul und der Stadt Edirne nahe der griechischen und bulgarischen Grenze zu spüren gewesen. Ihm folgten mindestens 50 Nachbeben, das heftigste mit einer Stärke von 4,6. Das Observatorium warnte vor weiteren Nachbeben in den kommenden Tagen.

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Behördenangaben zufolge kamen zwei Menschen ums Leben, als sie in Panik aus dem Fenster sprangen. Eine ältere Frau erlitt einen Herzinfarkt. Viele Menschen erlitten Schnittwunden durch Glassplitter. In weiten Teilen der Stadt Simav fiel der Strom aus und das Telefonnetz war unterbrochen. 

“Wir konnten uns nicht bewegen“

“Es war so stark, dass wir uns in den ersten Sekunden nicht einmal bewegen konnten“, sagte ein Augenzeuge, der sich zum Zeitpunkt des Bebens im fünften Stock eines Wohnhauses aufhielt. “Die Menschen warten nun in ihren Autos.“

Erdbeben sind häufig in der Türkei. Das Land ist von Verwerfungslinien durchzogen, wo sich Erdschollen gegeneinander verschieben oder sich verbiegen. Im März vergangenen Jahres kamen 51 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 im Osten der Türkei ums Leben.

Bei einem Beben der Stärke 6,4 im Jahre 2003 wurden dort 177 Menschen getötet, darunter 84 Kinder in einem Schulwohnheim. 1999 starben 18.000 Menschen bei zwei schweren Erdbeben im Nordwesten der Türkei.

dapd

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