Tonga, Russland, Nordkalifornien

Nach Erdbeben -Tsunami-Warnung aufgehoben

Kamtschatka - Mehrere starke Beben haben die Erde nahe der Pazifikinsel Tonga, in Nordkalifornien und im Osten Russlands erschüttert. Eine Tsunami-Warnung  wurde inzwischen wieder aufgehoben.

Kurze Zeit nach dem schweren Erdbeben im Fernen Osten Russlands haben die Behörden die Tsunami-Warnung für mehrere dünn besiedelte Pazifikinseln wieder aufgehoben.

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Osten Russlands erschüttert. Das Epizentrum lag vor der Pazifikküste im Ochotskischen Meer nördlich von Japan, wie eine Sprecherin der Messstation der Akademie der Wissenschaften in Obninsk berichtete. Die Behörden hatten eine Tsunami-Warnung für die Pazifikinsel Sachalin sowie die Inselgruppe der Kurilen ausgegeben. Der Zivilschutz rief die Einwohner auf, Uferregionen zu meiden und höhergelegene Gebiete aufzusuchen, wie ein Sprecher am Freitag der Agentur Itar-Tass sagte. Die US-Erdbebenwarte und das Geoforschungszentrum in Potsdam gaben die Stärke des Bebens nahe der Halbinsel Kamtschatka mit 8,2 an. Örtliche Seismologen sprachen hingegen von einer geringeren Stärke.

Auch in weit entfernten Städten wie Barnaul und Tomsk bewegte sich die Erde. Selbst in der 7000 Kilometer entfernten Hauptstadt Moskau wurden leichte Erschütterungen gemessen, wie die Behörden mitteilten. Einige Bürogebäude wurden vorsorglich geräumt.

Allerdings werde die Tsunami-Warnung wohl bald wieder aufgehoben, sagte Tatjana Iwelskaja vom regionalen Tsunami-Zentrum der Agentur Interfax. „Das Erdbeben geschah in einer Tiefe von fast 600 Kilometern“, sagte Iwelskaja. Daher drohe kaum eine Gefahr. Das Zentrum lag danach rund 150 Kilometer westlich von Kamtschatka im Ochotskischen Meer.

Zwei starke Erdbeben nahe der Pazifikinsel Tonga

Auch in anderen Regionen bebte in der Nacht zum Freitag die Erde: In der Nähe der südpazifischen Inselnation Tonga wurden zwei Erdbeben der Stärke 7,4 und 6,6 gemessen. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben und Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Das Epizentrum des ersten Bebens habe sich 285 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tongas, Nuku'alofa, befunden, das zweite 84 Kilometer südöstlich.

Erdbeben der Stärke 5,7 in Nordkalifornien

Ebenfalls von einem Erdbeben erschüttert wurde am Donnerstagabend eine dünn besiedelte Region Nordkaliforniens. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erreichte der Erdstoß nahe der Ortschaft Susanville eine Stärke von 5,7. Das Beben sei in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento, rund 250 Kilometer südwestlich, zu spüren gewesen, berichteten US-Medien. Berichte über Verletzte oder Sachschäden gab es nicht.

Der Polizei in Susanville und Sacramento zufolge, setzte der Erdstoß Alarmanlagen von Häusern und Autos in Gang. Zudem habe es „eine Menge bellende Hunde“ gegeben, sagte Taylor Richards von der Polizei in Sacramento der „Los Angeles Times“.

dpa/AP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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