Lebensmittelfahnder meinen:

Erdbeeren aus China wohl Grund für Brechdurchfall

Berlin - Tiefgefrorene Erdbeeren haben wahrscheinlich den massenhaften Brechdurchfall in Ostdeutschland ausgelöst.

Die Ursache für die massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland ist offenbar gefunden. Die epidemiologischen Untersuchungen hätten ergeben, dass die Erkrankungen in allen betroffenen Bundesländern „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ auf Tiefkühl-Erdbeeren zurückzuführen seien, sagte eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Freitagabend der Nachrichtenagentur dapd. Zu diesem Ergebnis sei die Task Force von Bund und Ländern gekommen. Die Erdbeeren wurden als Nachtisch oder als Beilage von Schul-Essen angeboten.

Auf dapd-Anfrage bestätigte auch ein Sprecher des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit tiefgekühlte Erdbeeren als wahrscheinliche Ursache. Auch nach Angaben eines Sprechers des Thüringer Gesundheitsministeriums sollen tiefgekühlte Erdbeeren Hauptquelle für die Krankheitswelle sein. Dies betreffe „mindestens Thüringen und Sachsen“, sagte er.

Lebensmittelmythen - Hätten Sie's gewusst?

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Ein Caterer habe die Erdbeeren zugeliefert bekommen und sie anschließend zu Kompott verarbeitet, der mit Grießbrei gereicht wurde. Die Nachspeise sei danach in Einrichtungen in Sachsen und Thüringen geliefert worden, die später Brechdurchfall-Erkrankungen gemeldet hatten, sagte der Sprecher des Thüringer Ministeriums auf dapd-Anfrage weiter.

Den Angaben zufolge sind die Erdbeeren nach derzeitigen Erkenntnissen nicht in den privaten Handel gekommen, sondern es handelte sich um Großpackungen.

Mehr als eine Woche nach dem massenhaften Ausbruch von Magen-Darm-Erkrankungen in ostdeutschen Schulen und Kitas wurden am Freitag aus Sachsen 220 Neuerkrankungen von zehn bisher nicht betroffenen Stellen gemeldet, wie aus dem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Damit sei die Zahl der Einrichtungen in Sachsen auf 150 gestiegen.

Die Neumeldungen deuten dem Bericht zufolge darauf hin, dass die Krankheitswelle in Sachsen anhält. In den anderen Bundesländern handelte es sich dagegen überwiegend nur noch um Nachmeldungen, die beim Institut eingingen. Das Thüringer Gesundheitsministerium hat keine neuen Krankheitsfälle registriert.

Das RKI bezifferte die bundesweite Gesamtzahl der Erkrankten am Freitag auf 11.200.

dapd

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