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Nach der Videodrohung verschärfen Bund und Länder die Polizeipräsenz auf Deutschlands Bahnhöfen und Flughäfen.

Bund und Länder erhöhen Polizeipräsenz

Verschärfte Sicherheit an Bahnhöfe und Flughäfen

Frankfurt/Main - Nach der Videodrohung sind die Sicherheitsvorkehrungen in Deutschland verschärft worden. Die  Polizeipräsenz wird vor allem an Flughäfen und Bahnhöfen erhöht.

Video: Al Kaida droht Deutschland

In dem am Freitag ins Internet gestellten Video droht offenbar erneut der Bonner Islamist Bekkay Harrach mit Anschlägen nach der Wahl, falls die deutschen Soldaten nicht aus Afghanistan abgezogen werden.

Sicherheitskreise sehen das Video nach Informationen der AP nach ersten Einschätzungen aber nicht als konkrete Anschlagsdrohung, sondern gehen von einer allgemeinen Drohung im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aus.

Auf Bahnhöfen und Flughäfen patrouilliert die Bundespolizei nun auch mit Maschinenpistolen. Das Bundesinnenministerium erklärte, man gehe von einer erhöhten Gefährdungslage aus und habe die Sicherheitsmaßnahmen angepasst.

“Die seit Jahresbeginn verstärkt auch unmittelbar gegen Deutschland gerichteten Drohungen von Al Kaida und anderen islamistischen Organisationen erreichen eine neue Qualität“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. “Die Bundestagswahl bietet dabei einen besonderen Ansatz für propagandistische und operative Handlungen terroristischer Gruppierungen.“

Abzug aus Afghanistan gefordert

Laut Bundesanwaltschaft zeigt das Video mit hoher Wahrscheinlichkeit den Bonner Islamisten Bekkay Harrach alias Abu Talha, der bereits Anfang des Jahres in einem gegen Deutschland gerichteten Terror-Video auftauchte. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

Laut Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt wird das Video derzeit noch ausgewertet. In dem Video droht der Sprecher mit Anschlägen in Deutschland, wenn nach der Wahl nicht die Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abgezogen würden. “In einer Demokratie kann nur das Volk seine Soldaten nach Hause zurückbeordern“, erklärt er.

Sollte das Volk aber die Parteien nicht zu einem Abzug der Bundeswehrsoldaten bewegen können, “dann wird es nach den Wahlen ein böses Erwachen geben“. Die Muslime in Deutschland fordert der Sprecher auf, “in den zwei Wochen nach den Wahlen von allem, was nicht lebensnotwendig ist, fernzubleiben“.

AP

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