Ermittler prüfen Dokumente über KZ-Wachmann

Weiden - Die Staatsanwaltschaft Weiden will im Herbst entscheiden, ob sie gegen einen ehemaligen Wachmann aus dem Vernichtungslager Auschwitz vorgeht.

Seit vergangenem Montag sichten die Ermittler umfangreiches Material, das ihnen die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg übergeben hatte. „Das dauert einige Wochen“, sagte am Freitag ein Sprecher der Anklagebehörde.

Unter anderem soll geklärt werden, ob der 87-jährige mutmaßliche NS-Verbrecher vor seiner Auswanderung ins Ausland, wo er sich immer noch aufhält, in der Oberpfalz gelebt hat. Dann wäre die Staatsanwaltschaft Weiden zuständig und müsste entscheiden, ob ein Auslieferungsersuchen gestellt wird.

Nach Angaben der Ludwigsburger Ermittler war der Beschuldigte 1942 in die Waffen-SS eingetreten und wurde dort zum Wachmann ausgebildet. 1944 soll er im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an der Vergasung von mindestens 344 000 deportierten Menschen, mehrheitlich ungarischen Juden, mitgewirkt haben.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sorge um gefährdeten Staudamm in Puerto Rico
Hurrikan "Maria" hat Puerto Rico heftig getroffen: die Opferzahl steigt, der Strom ist ausgefallen, tausende Menschen sind obdachlos geworden. Der Wiederaufbau wird ein …
Sorge um gefährdeten Staudamm in Puerto Rico
Erde bebt wieder in Mexiko - zum dritten Mal
Die Rettungskräfte suchen in Trümmerbergen noch nach Überlebenden des letzten Erdbebens vom 19. September, da wird Mexiko erneut von Erdstößen erschüttert. Das Zentrum …
Erde bebt wieder in Mexiko - zum dritten Mal
14-Jähriger geht mit Messer auf Eltern los - Vater tot
Ein 14-Jähriger hat in Österreich seine Eltern mit einem Messer attackiert und den Vater (51) dabei getötet.
14-Jähriger geht mit Messer auf Eltern los - Vater tot
Drei Tote nach Unfall mit Geisterfahrer-Lkw
Der Fahrer eines Transporters trifft an einem Stauende eine katastrophale Entscheidung - er wendet seinen Lkw und fährt in die andere Richtung.
Drei Tote nach Unfall mit Geisterfahrer-Lkw

Kommentare