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Aus der ausgebrannten Halle steigt Rauch. Die Flüchtlingsunterkunft hatte komplett in Flammen gestanden. Foto: David Young

Ermittlungen nach Großbrand in Flüchtlingsunterkunft

Ein Feuer hat eine Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf zerstört. Sechs Männer mussten mit zur Polizei. Die ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft wegen schwerer Brandstiftung.

Düsseldorf (dpa) - Nach dem Großbrand in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf werden die Ermittlungen fortgesetzt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen dem Verdachts der schweren Brandstiftung nach.

Das Feuer hatte am Dienstag die Unterkunft in der Nähe der Messe komplett zerstört.

Vom Brandort nahm die Polizei sechs Männer zur Vernehmung ins Polizeipräsidium. Der Verdacht habe sich im Zuge der Ermittlungen vor Ort ergeben. "Bislang haben sich keine Hinweise auf eine Brandlegung von außen ergeben", hieß es in einer Mitteilung am Dienstagabend. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat gebe es ebenfalls nicht.

Die Nachlöscharbeiten sollten nach Angaben der Polizei noch bis zum Mittwoch dauern. Dachteile müssten abgetragen werden, um mögliche Glutnester zu entdecken, sagte ein Feuerwehrsprecher.

In der ehemaligen Lagerhalle der Messe waren laut Stadt 282 ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Beim Ausbruch des Brandes waren den Angaben zufolge etwa 130 Menschen im Gebäude. Sie konnten nach derzeitigem Stand gerettet werden. Vermisst werde niemand. 28 Flüchtlinge zogen sich Rauchvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt.

Noch unklar ist, welches Motiv hinter der möglichen Brandstiftung steckt. Auch die Schadenshöhe stand Dienstagnacht noch nicht fest.

Mitteilung Feuerwehr

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