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Wojciech Janowski hatte den Mord an der 77-Jährigen in Auftrag gegeben.

Der Tod kostete 200.000 Euro

Schwiegersohn beauftragte Mord an Milliardärin

Nizza - Im spektakulären Mordfall der monegassischen Milliardärin Hélène Pastor hat der Schwiegersohn gestanden, die Bluttat in Auftrag gegeben zu haben.

Vor einigen Wochen war die monegassische Milliardärin Hélène Pastor ermordet worden.

Wojciech Janowski habe eingeräumt, Pascal Dauriac, seinem persönlichen Sportlehrer 200.000 Euro in bar für die Organisation der Ermordung der 77-Jährigen gezahlt zu haben, sagte Staatsanwalt Brice Robin am Freitag in Marseille. Er soll es auf das Erbe der Immobilienerbin abgesehen haben. Der 64-Jährige war im Zusammenhang mit dem Mord an der Milliardärin Hélène Pastor festgenommen worden.

Bei dem Mann von Pastors Tochter Sylvia Pastor, der auch polnischer Honorarkonsul in Monaco ist, hatten die Ermittler "verdächtige Finanzströme" auf dem Konto entdeckt: Er soll in weniger als einem Jahr 8,4 Millionen Euro von Sylvia Pastor bekommen und wieder ausgegeben haben. In den Tagen vor der Tat hob er von einem Konto in Dubai 250.000 Euro in bar ab. Der Privattrainer soll von dem ihm gezahlten Geld letztlich 50.000 Euro für sich behalten haben. Der mutmaßliche Täter und sein Komplize sollen zusammen 60.000 Euro bekommen haben. Die Ermittler hatten von Verbindungen von ihm zu "Mittelmännern" gesprochen, die wiederum in direktem Kontakt zu den mutmaßlichen Tätern standen.

In Polizeigewahrsam genommen worden war auch Sylvia Pastor, sie wurde aber bald wieder freigelassen. Staatsanwalt Robin bekräftigte am Freitag, dass gegen sie keinerlei Verdacht bestehe. Sie fühle sich von Janowski, mit dem sie eine gemeinsame Tochter hat, "betrogen", sagte Staatsanwalt Robin. "Sie hat ihre Mutter verloren, ihr Lebensgefährte scheint der Auftraggeber zu sein, das ist psychologisch mehr als schwierig."

Einer der beiden Hauptverdächtigen hat gestanden

Als Hauptverdächtige in dem Mordfall gelten zwei Männer: Der mutmaßliche Todesschütze, ein 24-Jähriger aus Marseille, habe jede Aussage verweigert, sagte Robin. Sein mutmaßlicher 31-jähriger Komplize bei der Tat habe dagegen alles gestanden. Die Auswertung von Video-Überwachungsbändern, DNA-Spuren in einem Hotel in Nizza und die Überprüfung ihrer Handys hatten ergeben, dass die beiden nach Aussage der Ermittler mit Sicherheit am Tatort waren.

Hélène Pastors Fahrer musste vermutlich sterben, um das Motiv der Tat zu verschleiern. Der Privattrainer gab nach Robins Worten an, Janowski habe damit "für Verwirrung sorgen" wollen.

Der tiefe Fall des dekorierten Honorarkonsuls 

Bisher war der 64-jährige Janowski einer der angesehensten Einwohner von Monaco. Er ist nicht nur der Lebensgefährte der schwerreichen Sylvia Pastor, sondern auch Präsident einer Nanotechnologie-Firma. Vorher hatte er hochrangige Positionen im Hotel- und Kasinogewerbe. Frankreichs damaliger Präsident Nicolas Sarkozy hatte ihn 2010 sogar wegen seines karitativen Einsatzes ausgezeichnet. Seit 2007 war er polnischer Honorarkonsul in Monaco.

Das Außenministerium in Warschau berief ihn am Freitag jedoch von dieser Funktion ab. Zur Begründung gab ein Sprecher an, Janowski habe "seinen guten Ruf und seine Vertrauenswürdigkeit" verloren. Ein Honorarkonsul übt diese Funktion ehrenamtlich aus und verfügt über keine diplomatische Immunität.

AFP

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