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Seit Anfang der Woche sind in Haiti bei den Unruhen drei Menschen ums Leben gekommen.

Erneut Proteste und Tote  in Haiti

Port-au-Prince - Bei neuen gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und UN-Friedenstruppen ist am Mittwoch in Cap Haitien ein Mensch getötet worden.

Wie der haitianische Sender Radio Metropole am Abend weiter berichtete, wurden zudem vier Demonstranten verletzt. Seit Anfang der Woche sind damit bei den Unruhen drei Menschen ums Leben gekommen. Die UN und die haitianische Regierung glauben, dass die Proteste nur wenige Tage vor den Präsidentenwahlen am 28. November von politischen Kräften provoziert werden.

Die Menschen protestieren gegen den vermeintlich erfolglosen Kampf der Regierung gegen die Cholera, an der in vier Wochen rund 1100 Menschen gestorben sind. Sie fordern zudem auch den Abzug der UN- Stabilisierungsmission Minustah. Schon zu einem frühen Zeitpunkt der Epidemie war das Gerücht verbreitet worden, der Erreger sei von UN- Soldaten aus Nepal eingeschleppt worden. Die Minustah hat dies stets zurückgewiesen.

Unterdessen teilte der frühere US-Präsident Bill Clinton in Washington mit, seine Stiftung werde Haiti 1,5 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Cholera spenden. Clinton ist Mitvorsitzender der Kommission zum Wiederaufbau Haitis. Die Hauptstadtregion um Port-au- Prince war bei einem Erdbeben im Januar zerstört worden. Die internationale Gemeinschaft will die Rekonstruktion des Karibikstaates mit zehn Milliarden Dollar unterstützen.

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