Erneut verletzter Elch in Niederbayern erschossen

Hauzenberg - In Niederbayern ist zum wiederholten Mal ein verletzter Elch erschossen worden. Das Landratsamt Passau bestätigte am Dienstag Medienberichte, wonach bereits am Wochenende ein stark hinkender Elchbulle von einem Jäger getötet wurde.

Die Untersuchung des Tiers habe ergeben, dass ein Bein des Elches über dem Kniegelenk doppelt gebrochen war, sagte Landkreis-Pressesprecher Werner Kempinger. Seit Jahresanfang sind damit im Bayerischen Wald bereits drei schwer verletzte Elche getötet worden. Die beiden anderen Tiere, eine Elchkuh und ein Elchbulle, waren jeweils von Autos angefahren und dadurch verletzt worden.

Woher der nun bei Hauzenberg getötete Elch seine Beinbrüche hatte, ist dagegen nicht bekannt. Seit einigen Jahren werden in Ostbayern immer wieder Elche gesichtet. Die Hirsche sind vermutlich aus Tschechien eingewandert. Normalerweise dürfen Elche nicht gejagt werden, weil für sie in Deutschland eine ganzjährige Schonzeit herrscht.

Derzeit wird vom bayerischen Agrarministerium ein Managementplan für den Umgang mit den verstärkt auftauchenden Elchen erarbeitet. "Jede Sichtung wird deshalb dem Ministerium mitgeteilt", sagte Landkreissprecher Kempinger.

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