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Nur mit dem richtigen Inhalt erfüllt Ihre Hausapotheke ihren Zweck.

Erste Hilfe: Was in jede Hausapotheke gehört

Kopfschmerzen, Durchfall oder eine Schramme: Gut, wenn Sie im Notfall schnell ein Medikament zur Hand haben. Eine gut ausgestattete Hausapotheke zahlt sich aus. Doch was sollte rein in den Schrank? Hier finden Sie eine kurze Checkliste.

Verbandmaterial

Zur Grundausstattung einer jeden Hausapotheke gehört Materialien, mit denen Sie kleine Wunden verbinden:

  • Säubern Sie offene Wunden mit Desinfektionsmittel. Jod tötet Bakterien, Pilze und Viren wirksam ab. Tragen Sie die Lösung unverdünnt auf betroffene Stellen auf. So beugen Sie einer Infektion vor.
  • Kleine Hautaufschürfungen verarzten Sie mit Wundpflastern. Für größere oder stark blutende Wunden sollten Sie Mullbinden in der Hausapotheke griffbereit haben. Platzwunden versorgen Sie mit sogenannten Strips. Das sind kleine Streifen, die im rechten Winkel über die Wunde geklebt werden.
  • Elastische Binden stabilisieren verstauchte Gelenke oder gezerrte Muskeln. Eine Kühlkompresse lindert die Schmerzen und verhindert eine starke Schwellung.
  • Eine Rettungsfolie schützt den Körper vor Wärmeverlust, zum Beispiel wenn der Patient unterkühlt ist oder einen Schock erlitten hat.

 

Medikamente für die Hausapotheke

Diverse Ratgeber rund um die Hausapotheke listen zudem verschiedene Medikamente gegen akute Erkrankungen auf. Beachten Sie aber, dass die Hausapotheke immer nur zur Erstversorgung gedacht ist. Spüren Sie nach drei Tagen keine Besserung, sollten Sie zum Arzt gehen. Mit folgender Grundausstattung sind Sie für den Notfall ausgerüstet:

  • Nasentropfen lassen die Schleimhäute abschwellen und lindern so die Atemnot bei Schnupfen. Wenden Sie die Präparate aber nicht länger als fünf bis sieben Tage an, sonst gewöhnt sich die Nasenschleimhaut an die Zufuhr und schwillt wieder an, sobald das Mittel abgesetzt wird.
  • In jede Hausapotheke gehören schmerzstillende Medikamente. Azetylsalizylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol lindern leichte bis mäßig starke Schmerzen und können auch Fieber senken. Vorsicht bei Schmerzmitteln mit dem Inhaltsstoff ASS. Sie können Blutungen verstärken und vor allem bei Kindern seltene, aber schwere Nebenwirkungen auslösen. Halten Sie unbedingt die Dosierungsempfehlungen ein.
  • Hustenstillende Mittel wie Dextrometorphan dämpfen den Hustenreiz. Wenden Sie diese Medikamente nur bei trockenem Reizhusten an. Sobald der Schleim sich löst, sind Medikamente mit Acetylcystein (ACC) zu empfehlen. Sie tragen dazu bei, dass sich festsitzender Schleim in den Bronchien löst und leichter abgehustet werden kann.
  • Gegen Bauchschmerzen helfen krampflösende Mittel, die zum Beispiel den Inhaltsstoff Butylscopolamin enthalten.
  • Gegen Durchfall sollten Sie ein Medikament mit dem Wirkstoff Loperamid in der Hausapotheke haben. Es stellt den Darm ruhig. Fertige Mischungen aus Zucker und Mineralsalzen, die mit Wasser angerührt werden, ersetzen außerdem Flüssigkeit und Mineralstoffe. Leiden Sie gleichzeitig an Erbrechen, nehmen Sie die Flüssigkeit nur löffelweise zu sich.

 

Der richtige Standort der Hausapotheke

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger bewahren ihre Hausapotheke im Badezimmer auf. Das ist der Raum, der sich am wenigsten dafür eignet: Wärme und Feuchtigkeit beeinträchtigen die Haltbarkeit der Arzneimittel. Lagern Sie die Medikamente besser an einem kühlen Ort wie im Flur oder im Schlafzimmer. Achten Sie auch darauf, dass Kinder nicht an die Hausapotheke gelangen.

Bewahren Sie Arzneimittel immer in der Originalverpackung auf und werfen Sie die Beipackzettel nie weg. Überprüfen Sie in regelmäßigen auch die Haltbarkeit der Medikamente in Ihrer Hausapotheke. Abgelaufene Tabletten und Salben verlieren oft ihre Wirkung und können sogar schädlich für die Gesundheit sein. Werfen Sie alte Medikamente nicht in den Hausmüll, sondern bringen sie sie zum Apotheker. Dieser wird sie dann über den Sondermüll entsorgen.

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