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Manche Störche bleiben im Winter gleich ganz hier. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Aus Südeuropa

Die ersten Störche kommen zurück

Für Vogelexperten ist es eine Überraschung: Die ersten Störche kehren bereits in ihre Brutgebiete zurück. Verantwortlich dafür ist vermutlich der milde Winter.

Dresden (dpa) - Die ersten Weißstörche kehren aus ihren Winterquartieren im Süden zurück. "Das ist ungewöhnlich früh in diesem Jahr", sagt Michael Kaatz, Geschäftsführer der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg in Sachsen-Anhalt.

"Normalerweise kommen die ersten Rückkehrer Ende Februar an." Vermutlich zögen die Tiere aufgrund des milden Winters bereits jetzt gen Norden. "Das sind aber keine Störche aus Afrika, sondern Tiere, die in Südwestdeutschland oder allenfalls in Spanien überwintert haben", sagt Kaatz.

In Thüringen seien bereits fünf Rückkehrer gesichtet worden, die vermutlich aus Spanien gekommen seien, sagte der Weißstorch-Landesbeauftragte des Nabu-Thüringen, Klaus Schmidt. Grundsätzlich sei es jedoch schwierig zu unterscheiden, ob es sich bei einzelnen Tieren um Störche handelt, die in Thüringen überwintern, oder um solche Exemplare, die im Sommer und im Herbst in die Winterquartiere geflogen seien. Auch in Sachsen wurden vereinzelte Heimkehrer gesichtet, wie das Naturschutzinstitut der Region Dresden mitteilte. In Niedersachsen seien zwei Störche in Wolfsburg und ein Weibchen im Kreis Gifhorn aus dem Winterquartier angekommen, teilte Weißstorch-Betreuer Hans-Jürgen Behrmann mit.

Nach Auskunft der staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt liefen auch in Hessen die Vorbereitungen für die kommende Brutsaison. "Einige sind gar nicht weggeflogen, die sieht man bereits vereinzelt auf Nestern stehen", sagt Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gebe es immer mehr Tiere, die im Winter nicht in den Süden fliegen, sagte Storchenexperte Stefan Kroll. Deren Zahl sei im Moment nicht abzuschätzen.

Der größte Teil der deutschen Störche macht sich im Winter aber davon, sagt Storchenexperte Kaatz. Sie fliegen nach Spanien oder auf unterschiedlichen Routen in verschiedene Regionen Afrikas. Letztere kehrten erst in der zweiten Märzhälfte oder im April nach Deutschland zurück.

Über die Frühankömmlinge müsse man sich keine Sorgen machen, sagt Kaatz. "Die kommen zurecht und finden genug Nahrung, wenn es nicht gerade einen starken Wintereinbruch gibt."

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