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Deutschlands Kommunen sagen Wildpinklern den Kampf an.

Großer Bußgeld-Atlas

Wildbiesln: Hier wird's richtig teuer!

München - Man verlässt das Volksfest in Richtung eigener Bleibe. Die Blase drückt, und man kann es sich nicht mehr verkneifen und sucht sich schnell einen Baum. Doch das kann teuer werden.

Es ist Open-Air-Saison, die Zeit der Volksfeste, Musikfestivals und anderer Großveranstaltungen. Es wird viel getrunken und dementsprechend wird auch die Blase in Anspruch genommen. Eine biologische Notwendigkeit. Wer sich jetzt allerdings einen Baum sucht oder eine Hauswand, um sich zu erleichtern, darf sich nicht erwischen lassen. Sonst könnte es ganz schön teuer werden.

Die adamous group, ein Taschen-WC-Hersteller, hat den "1. deutschen Wildpinkler-Verwarn und Bußgeld-Atlas" vorgelegt. Darin listet das Unternehmen auf, wie strikt die Kommunen gegen Wildbiesler vorgehen. Im Durchschnitt muss man zwischen 35 und 75 Euro rechnen. "Wer sich entledigen will oder muss, sollte dies unbedingt in den dafür vorgesehenen Örtlichkeiten tun, ansonsten kann die Erleichterung zu einem kostspieligen Ärgernis werden", sagt Marc Collinet, Geschäftsführer der adamus group und Initiator der Studie.

Das stimmt. In Erfurt, Halle/Saale, Hannover Kaiserslautern und Stuttgart verlangen die Ordnungsämter einen Höchstsatz von 5000 Euro. Auch Augsburg, Bonn, Dresden, Leipzig, Mühlheim/Ruhr, Rostock und Schwerin langen kräftig hin. 1000 Euro muss man blechen, wenn man erwischt wird. In München entscheiden die Beamten immer im Einzelfall. Im Durchschnitt kostet das Urinieren im Freien in der bayerischen Landeshauptstadt 100 Euro.

Am günstigsten kommen die Berliner weg. Sie müssen nur 20 Euro Strafe bezahlen. Aus dem Rahmen fällt Göttingen. Dort gibt es keinen Ordnungsgeld-Rahmen.

sam

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