Australien jagt Raubfische

Erster Hai bei umstrittener Jagd getötet

Sydney - Bei der umstrittenen Raubfischjagd im Westen Australiens ist laut Medienberichten ein erster Hai erschossen worden. Das Ziel der Tötung: Die Gefahr von Hai-Angriffen zu dämmen.

Der Tigerhai wurde vor der Küste von Meelup Beach bei Dunsborough gefangen und getötet, wie die Zeitung „Western Australian“ am Sonntag berichtete. Die Regierung hatte zum Wochenende grünes Licht für die Keulung der Tiere gegeben und Köder entlang der Küste von acht beliebten Badestränden auslegen lassen.

Damit soll nach mehreren tödlichen Vorfällen in den vergangenen Jahren die Gefahr von Hai-Angriffen eingedämmt werden. Auf der Abschussliste stehen neben Tiger- und Bullenhaien auch die als gefährdet eingestuften Weiße Haie, für deren Tötung eine Sondergenehmigung erteilt wurde.

„Wenn du drei, vier oder fünf Meter große Haie von bekanntermaßen aggressiven Arten hast, die ganz dicht bei den Badegästen schwimmen, dann ist das eine drohende Gefahr“, rechtfertigte der Regierungschef des Bundesstaates Western Australia, Colin Barnett, die Jagd in der Zeitung. Tierschützer hatten Proteste und die Sabotage der Aktion angekündigt. Sie lehnen die Raubfischjagd ab und bezweifeln, dass diese das Risiko von Attacken verringert.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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