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Erster Weihnachtsfeiertag 2021: Darum wird am 25. Dezember gefeiert

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Von: Sophie Waldner

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Ein Tisch ist für das Festessen mit weihnachtlicher Dekoration geschmückt.
Am 1. Weihnachtsfeiertag kommen oftmals die Familienmitglieder im engsten Kreis für ein Festessen zusammen. Doch warum wird dieser Tag so groß gefeiert? © Gaby Wojciech/ Imago

Der 1. Weihnachtsfeiertag ist ein gesetzlicher Feiertag, der jährlich am 25. Dezember gefeiert wird. Welche Bedeutung und Bräuche dahinterstecken, verraten wir Ihnen hier.

München - Jedes Jahr am 25. Dezember wird überall auf der Welt die Geburt Jesu Christi gefeiert. Im Christentum wird dieser Tag als die Menschwerdung Gottes angesehen. Geboren wird er in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember, als unschuldiges Baby in einem Stall nahe Bethlehem. Seine Mutter ist die Jungfrau Maria. Der tatsächliche Zeitpunkt der Geburt Jesu ist nicht überliefert. Der 25. Dezember wurde schon der Spätantike von vielen christlichen Kirchen als sein Geburtstag angenommen. Der römische Kalligraph Furius Dionysius Filocalus erwähnte diesen Tag erstmalig urkundlich im Jahr 354 nach Christi. Auch in der evangelischen Kirche spielt dieser Tag eine besondere Rolle.

Der Tag nach dem Heiligen Abend, dem 24. Dezember, wird heute häufig für das klassische Familienzusammentreffen genutzt. Es wird im Kreise der Familie gefeiert. Seit wann in Deutschland der 25. Dezember als Weihnachtsfeiertag gilt, ist nicht überliefert. Anzunehmen ist, dass das seit Mitte des 8. Jahrhunderts der Fall ist. Doch welche Bedeutung und Bräuche gehen mit dem Feiertag einher?

Bräuche am 1. Weihnachtsfeiertag unterscheiden sich weltweit

Während in Deutschland am Heiligen Abend die Bescherung stattfinden, wird diese in anderen Ländern auf den Morgen vom 1. Weihnachtsfeiertag gelegt. Denn dort kommt der Weihnachtsmann in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember über den Schornstein ins Haus, um dann die Geschenke unter den Baum zu legen. Dieser Brauch geht auf Martin Luther zurück, der das gegenseitige Beschenken vom Nikolaustag auf den 1. Weihnachtsfeiertag beziehungsweise auf den Heiligen Abend legte. Ein möglicher Grund dafür könnte die mangelnde Heiligenverehrung nach reformiertem Glauben sein.

Viele Katholiken und Evangelen nutzen den 1. Weihnachtsfeiertag für den Kirchengang zum festlichen Gottesdienst. Im christlichen Glauben findet der weihnachtliche Gottesdienst häufig schon am Heiligen Abend statt. Während beim Kirchgang Uneinigkeit zu herrschen scheint, sind sich die Glaubensrichtungen bei einer Sache aber einig: Am 25. Dezember kommt die Familie für ein großes Festessen zusammen. Dafür nehmen die Familienmitglieder auch oft weite Reisen auf sich. Das Festessen am 1. Weihnachtsfeiertag fällt für jede Familie anders aus. Die einen servieren klassisch Weihnachtsgans mit Klößen, die anderen den Karpfen.

Jahresrückblick am 1. Weihnachtsfeiertag

Für viele markiert der 25. Dezember auch der Tag, an dem sie sich mit einem Jahresrückblick beschäftigen. Das Ende des aktuellen Jahres naht und der Weg für ein neues, frisches Jahr wird geschaffen. An diesem Feiertag finden viele Menschen die nötige Ruhe und Zeit, für sich und die Liebsten. Ob bei einem Weihnachtsfilm oder bei einem winterlichen Waldspaziergang, in dieser Zeit geht es um die Besinnung.

Auf welchen Tag fällt der 1. Weihnachtsfeiertag 2021?

In diesem Jahr fällt der 25. Dezember auf einen Samstag. Da es ein gesetzlicher Feiertag ist, werden an diesem Tag die Geschäfte geschlossen. Viele Bäckereien und Tankstellen haben dennoch gesonderte Öffnungszeiten. Auf den 1. Weihnachtstag, dem wichtigsten Festtag an Weihnachten, folgt der 2. Weihnachtsfeiertag. (swa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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