Erstmals zwei UN-Blauhelmsoldaten in Haiti getötet

- Port-au-Prince - Erstmals seit Beginn der UN-Friedensmission in Haiti vor neun Monaten sind in dem Karibikstaat zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Haiti-Press am Sonntag (Ortszeit) berichtete, kam bei der Erstürmung eines von Rebellen besetzten Polizeikommissariats in Petit-Goave ein Soldat aus Sri Lanka ums Leben.

Bei einem anderen Zwischenfall sei ein Mitglied der Stabilisierungstruppe aus Nepal getötet worden, berichtete der US-Fernsehsender CNN.

Vier Monate nach dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Jean Bertrand Aristide hatte die UN-Mission für die Stabilisierung Haitis (MINUSTAH) im Juni vergangenen Jahres ihre Arbeit aufgenommen. Die von Brasilien geführte Mission mit inzwischen gut 6000 Soldaten und 1480 Polizisten hat Mühe, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Ehemalige Soldaten der von Aristide aufgelösten Armee beherrschen verschiedene Provinzen, während in Teilen der Hauptstadt noch immer die Schlägertrupps Aristides, die so genannten «Chimères» ihr Unwesen treiben.

Bei der gemeinsamen Operation von UN-Blauhelmsoldaten und haitianischen Polizisten in Petit-Goave südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince wurden 35 ehemalige Soldaten festgenommen.

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