+
Der Satellit "Lisa Pathfinder" soll sein Ziel in etwa 1,5 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde Richtung Sonne erreichen. Foto: ESA–D. Ducros

Europa will Gravitationswellen im All messen

Darmstadt/Kourou (dpa) - Für ein Mega-Projekt zur Erforschung von Gravitationswellen im All hat die Europäische Weltraumorganisation (Esa) einen neuen Wissenschaftssatelliten gestartet.

"Lisa Pathfinder" hob am Morgen (MEZ) vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana an Bord einer Vega-Trägerrakete ab. Der Pfadfinder soll für ein in etwa 20 Jahren geplantes großes Weltraumobservatorium neue Technik testen, mit der diese Wellen künftig aufgespürt werden sollen. Sie gehören zu den am schwersten fassbaren Kräfte im Universum.

Der Start war wegen technischer Probleme bei der Trägerrakete um einen Tag verschoben worden. Der Satellit der 430 Millionen Euro teuren Mission soll Mitte Februar 2016 rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt Richtung Sonne an sein Ziel kommen.

Gravitations- oder Schwerewellen sind eine Vorhersage von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Sie breiten sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit aus und verbiegen den Raum, ähnlich wie die Wellen eines ins Wasser geworfenen Steins eine Seeoberfläche kräuseln.

Esa-Mitteilung LISA Pathfinder

Pressemitteilung Max-Planck-Inistitut

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Bombendrohung: Zug gestoppt und geräumt
Nachdem bei der polnischen Staatsbahn eine ernstzunehmende Bombendrohung einging, reagierte das zuständige Kommando sofort und evakuierte den Zug.
Nach Bombendrohung: Zug gestoppt und geräumt
Wahnsinns-Fund: Eineinhalb Tonnen reines Kokain entdeckt
Mit dieser Entdeckung hätten belgische Polizei in Ostende wohl im Traum nicht gerechnet: Die Beamten stießen auf eineinhalb Tonnen reines Kokain im Schätzwert von 225 …
Wahnsinns-Fund: Eineinhalb Tonnen reines Kokain entdeckt
Live im TV: Frau bricht sich Ellenbogen bei Armdrück-Show
Der Armdrück-Wettbewerb innerhalb einer argentinischen TV-Show wurde von einem lauten Knacksen unterbrochen. Später war klar: Einer Kandidatin wurde live im TV der Arm …
Live im TV: Frau bricht sich Ellenbogen bei Armdrück-Show
Das perfekte Lächeln: Weniger kann mehr sein
Manch einer grinst von einem Ohr zum anderen, ein anderer verzieht nur leicht die Mundwinkel nach oben. Was besser ankommt? Kommt ganz drauf an, zeigt eine neue Studie.
Das perfekte Lächeln: Weniger kann mehr sein

Kommentare